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Börse Frankfurt Dax strebt weiter nach oben

Schuldenkrise und sinkende Ratings können den Börsen zurzeit nichts anhaben. Die Anleger schauen lieber auf positive Nachrichten aus den USA und kaufen Aktien. Den Dax treibt das auf den höchsten Stand seit dem Sommer.

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Die Bullen haben zu Jahresbeginn an der Börse das Sagen. Quelle: Reuters

Düsseldorf Die Jahresanfangs-Rally am deutschen Markt dürfte sich am Donnerstag zunächst fortsetzen. Indikationen des Londoner Brokers IG Markets sahen den Dax am frühen Morgen bei 6.415 Punkten knapp ein Prozent über seinem Vortagesschluss bei 6.354 Punkten.

Über 6.400 Punkten hatte der Dax zuletzt Anfang August geschlossen. Seit Jahresbeginn hat der deutsche Leitindex bereits mehr als acht Prozent an Wert gewonnen. Weder die anhaltende Sorge um Griechenland noch die umfassenden Herabstufungen europäischer Staaten sowie des Rettungsfonds EFSF durch die Ratingagentur Standard & Poor's konnten den Aufwärtstrend bremsen.

Positive Impulse kommen nach wie vor von den US-Börsen. Zwar läuft die Berichtsaison der amerikanischen Großkonzerne für das Schlussquartal bisher nicht spektakulär, die eine oder andere gute Nachricht gibt es für Anleger aber doch. Am Mittwoch legte Goldman Sachs Zahlen vor, die die Erwartungen übertrafen. Weil Konjunkturdaten ebenfalls positiv ausfielen, stieg der Dow-Jones-Index um 0,8 Prozent und schloss auf dem höchsten Stand seit Ende Juli.

Am Mittag folgen mit Morgan Stanley und Bank of America zwei weitere US-Banken mit ihren Quartalszahlen. Sollten auch sie positiv überraschen, könnte sich der Aufwärtstrend der Finanzwerte fortsetzen. Seit Jahresbeginn sind Bankaktien in den USA kräftig gestiegen - allen voran die Titel der Bank of America, die gut 22 Prozent zugelegt hat.

Von den Kursgewinnen der US-Institute sind die Banken in Europa noch ein gutes Stück entfernt. Das gilt insbesondere auch für die Papiere der Commerzbank. Zwar hat sich die Aktie von ihren Tiefständen etwas gelöst. Die Sorgen allerdings bleiben groß. Das zeigte sich auch gestern, als die Commerzbank trotz der guten Vorgaben aus den USA mit einem Minus von 1,7 Prozent zu den größten Verlierern im Dax zählte.

Weiter aufwärts ging es dagegen für die Aktie des Chipherstellers Infineon, die mit einem Kursplus von knapp drei Prozent größter Tagesgewinner im Dax war. Binnen eines Monats hat das Papier mittlerweile ein Fünftel an Wert gewonnen. Weitere Impulse für Infineon und den Tech-Sektor insgesamt könnte es heute nach Börsenschluss geben, wenn mit IBM, Microsoft und Google drei Schwergewichte des Sektors ihre Zahlen vorlegen.

Bereits am Morgen gibt es in Deutschland einige Zahlen aus der zweiten Reihe. Europas größte Kupferhütte Aurubis veröffentlicht ihre Bilanz für 2011, auch der Online-Reifenhändler Delticom legt vorläufige Zahlen vor.

Auf Konjunkturseite könnte die Leistungsbilanz der Euro-Zone auf Interesse stoßen, die am Morgen veröffentlicht wird. Die relevantere Indikatoren kommen aber einmal mehr aus den USA: Hier stehen am Nachmittag die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, der Industrieindex der Philadelphia Fed für Januar, die Verbraucherpreise im Dezember sowie die Wohnbaubeginne im November auf dem Programm.

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