Börse Frankfurt Der Dax wird wieder tiefer erwartet

Vier Tage hintereinander schloss der Dax im Minus, am Donnerstag sogar 1,8 Prozent. Auch für diesen Freitag erwarten die Aktionäre einen schwächeren Handelsstart. Der starke Euro bereitet Sorgen.

Am Freitag wird der Dax erneut schwächer erwartet. Quelle: dpa

Frankfurt/DüsseldorfDer steigende Euro treibt Aktionären Sorgenfalten auf die Stirn. Banken und Broker rechnen damit, dass der Dax am Freitag etwas schwächer in den Handel starten wird. Vorbörslich notierte der deutsche Leitindex bei 12.381 Punkten. Am Donnerstag hatte er belastet von dem seit Tagen anziehenden Euro 1,8 Prozent auf 12.416,19 Punkte verloren.

Eine starke Gemeinschaftswährung macht Waren aus der Euro-Zone im Welthandel teurer und die exportorientierten Unternehmen wie die Autobranche damit weniger wettbewerbsfähig. Am Freitag notierte der Euro unverändert bei 1,1438 Dollar.

Im Mittelpunkt des Interesses steht das Börsendebüt von Delivery Hero. Der Essens-Lieferdienst nimmt mit seinem Börsengang knapp eine Milliarde Euro ein. Das 2011 gegründete Startup („Lieferheld“, „Foodora“, „Pizza.de“) reizte die Preisspanne voll aus und teilte die Aktien zu 25,50 Euro zu. Insgesamt wird das noch tief in den roten Zahlen steckende Unternehmen damit mit 4,39 Milliarden Euro bewertet.

Unternehmenstermine sind ansonsten rar gesät. Die Baumarktkette Hornbach Holding gewährt einen Blick in die Quartalsbilanzen. Der Autoverleiher Sixt lädt zur Hauptversammlung.

Die Ölpreise sind am Freitag weiter gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 47,70 US-Dollar und damit 28 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 24 Cent auf 45,17 Dollar.

Konjunkturseitig stehen unter anderem die US-Konsumausgaben und persönliche Einkommen für Mai an.

Aus Übersee gab es derweil keinen Rückenwind: Die US-Börsen fuhren am Donnerstag Verluste ein. Anleger kehrten insbesondere Technologie-Unternehmen den Rücken, weil Zweifel an den zuletzt hohen Bewertungen der Aktien wuchsen. Auch die japanischen Börsen gaben am Freitag nach. Der Standardwerte-Index Nikkei mit den 225 führenden Werten fiel um 1,1 Prozent auf 20.000 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit zwei Wochen.

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