Börse Frankfurt Wie der Dax auf die griechische Hängepartie reagiert

Vorbörslich gönnt sich der Dax eine kleine Pause. Die schleppenden Verhandlungen zwischen der EU und Griechenland lässt die Rally ein wenig stocken. Doch nicht nur die Querelen um Griechenland haben Anleger im Blick.

Der Deutsche Aktienindex eilt von Rekord zu Rekord. Quelle: REUTERS

Die neue griechische Regierung und die Euro-Partner scheinen sich im Schuldenstreit anzunähern. An den Börsen wird der sich abzeichnende Kompromiss mit verhaltener Freud aufgenommen, die sich bereits gestern in den Kursen widergespiegelt hat. Der Dax schloss 0,6 Prozent fester bei 10.961 Punkten.

Am Donnerstag sieht es danach aus, dass sich der Leitindex eine kleine Pause gönnt. Vorbörslich pendelt der Dax um seinen Vortagesschluss.

Angesichts der Hängepartie bei den Gesprächen zwischen Griechenland und der Europäischen Union fehlt es Börsianern wohl an der nötigen Motivation. „Wir sind an einem entscheidenden Punkt dieser Verhandlungen“, sagte Griechenlands neuer Ministerpräsident Alexis Tsipras. Er hoffe, dass Schwierigkeiten bewältigt werden könnten. Erstmals sei es gelungen, eine „positive Haltung zu unseren Wünschen“ zu erzeugen.

Meilensteine des Dax von 1988 bis 2015

Eine offizielle Einigung steht allerdings noch aus. Deswegen warnen einige Analysten vor verfrühtem Optimismus. „Vor einer endgültigen Bewertung des griechischen Vorstoßes sollten (...) erst einmal alle Fakten auf dem Tisch liegen“, schrieben die Analysten der Essener Nationalbank.

Neben den Querelen um Griechenland blicken die Anleger heute auch auf die Europäische Zentralbank. Die Notenbank veröffentlicht heute die Protokolle ihrer Ratssitzung vom 21. und 22. Januar. Außerdem kommen auch von Konjunkturseite Neuigkeiten aus der Euro-Zone. In Frankfurt wird die Leistungsbilanz der Euro-Zone für den Dezember bekanntgegeben.

Ebenfalls im Fokus dürfte die Pressekonferenz des OECD-Generalsekretärs Gurria und Italiens Wirtschafts- und Finanzminister Padoan über den OECD-Wirtschaftsbericht zu Italien sein.

Aus den USA erwarten die Anleger neue Arbeitsmarktdaten. Eine Stunde vor US-Börseneröffnung werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Außerdem werden die Frühindikatoren für den Januar und der Philly-Industrie-Index der Fed bekanntgegeben.

In Arbeit
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Aktionäre von Finanztitel werden mit Interesse die Podiumsdiskussion des International Bankers Forum „18. Bank der Zukunft“ mit Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret über „Ertragreiches Banking in Zeiten von Regulierung und abgeschafften Zinsen“ verfolgen.

Bei den Unternehmen stehen heute einige Zahlen an. In Frankfurt lädt die Deutsche Börse zur Bilanz-Pressekonferenz. Rheinmetall veröffentlicht seine vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2014. In Paris berichten Air France KLM und Danone.

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