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Börse Talanx und Hapag-Lloyd wollen aufs Parkett

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Gute Zahlen bei Talanx, schlechte bei Hapag-Lloyd

Hapag-Lloyd steuert auf einen Börsengang zu. Noch ist die Zeit dafür jedoch noch nicht reif, Vorstandsvorsitzender Michael Behrendt peilt nächstes Jahr an. Quelle: dpa

Laut der Nachrichtenagentur Reuters halten es Brancheninsider jedoch für möglich, dass Talanx seine seit Jahren gehegten Börsenpläne noch im ersten Halbjahr verwirklicht. Neben dem Konsortialführer Deutsche
Bank sollen die US-Banken JPMorgan und Citi das geplante Listing an der Börse in Frankfurt begleiten, wie eine mit den Plänen vertraute Person aus dem Unternehmensumfeld am Mittwoch der Nachrichtenagentur sagte. Talanx, Citi und JPMorgan wollten sich nicht zu den Informationen äußern.

Die Vorteile eines Börsengangs wären enorm: Investmentbanker trauen Talanx zu, eine Milliarde Euro über die Börse zu erlösen. Das wäre der größte Börsengang in Deutschland seit der Hamburger HHLA im Herbst 2007.  Mit dem Erlös könnte Talanx unter anderem den 770 Millionen Euro schweren Kauf des polnischen Versicherers Warta finanzieren. Der japanische Partner Meiji Yasuda, der sich an Warta ebenfalls beteiligt, würde bei einem Börsengang seine Wandelanleihen in Talanx-Aktien tauschen.

Trotz Verluste möchte Hapag-Lloyd an die Börse

Weniger erfreuliche Zahlen, aber trotzdem Börsenpläne schmiedet die Reederei Hapag-Lloyd. 2011 hatte die Hamburger Reederei nach einem verheerenden Preiskampf in der Branche einen Nettoverlust von 29 Millionen Euro eingefahren. Noch 2010 war ein Gewinn von 430 Millionen Euro erzielt worden, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Preiskampf der Reedereien hatte zu einem massiven Verfall der Frachtraten und hohen Verlusten in der Branche geführt. Vorstandschef Michael Behrendt sieht jedoch angesichts der deutlich besseren zweiten Jahreshälfte Licht am Horizont:

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    „Wir haben als einzige große Linienreederei das zweite Halbjahr nach Steuern und Zinsen mit einem positiven Ergebnis beendet“, sagte Behrendt. „Das zeigt unsere starke Position auf der Kostenseite.“ Allerdings drücken noch die hohen Treibstoffkosten auf das Ergebnis. Preiserhöhungen sollen helfen, die bisher durchgesetzten Steigerungen seien noch nicht ausreichend, um die gestiegenen Kosten auszugleichen. „Es ist nicht möglich, solche zusätzlichen Belastungen durch Einsparungen aufzufangen“, sagte Behrendt. Deshalb seien die höheren Preise notwendig.

    Börse



    Trotz dieser Lage peilt das Unternehmen einen Börsengang an – allerdings erst nächstes Jahr, um bis dahin noch Geld zu verdienen. „Wir müssen Investoren zeigen, dass wieder Normalität eingekehrt ist“, sagte Behrendt. Dazu seien zwei gute Geschäftsquartale nötig. Im vergangen Jahr war ein Börsengang an den wackeligen Börsen und der scharfen Konkurrenz in der Schifffahrt gescheitert.

    Mit Material von Reuters, dpa und dapd

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