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Börse Indien Finanzspritze treibt Bank-Aktien in Mumbai

Die Billigung staatlicher Hilfen für indische Banken treibt die nationale Börse an. Der NSE-Index erreicht einen Bestwert, Finanzwerte legen kräftig zu. Laut Experten reichen die Milliardenhilfen aber nicht aus.

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Die Aktienwerte im zweitbevölkerungsreichsten Land der Erde legen zurzeit kräftig zu. Quelle: Reuters

Mumbai/Frankfurt Die Aussicht auf staatliche Hilfen für indische Banken hat den Aktienmarkt des Landes am Mittwoch auf ein Rekordhoch getrieben. Der NSE-Index kletterte um bis zu 1,3 Prozent auf die Bestmarke von 10.340 Punkten, der BSE-Index gewann bis zu 1,6 Prozent. Größte Gewinner waren Finanzwerte, allen voran die Papiere des führenden Kreditinstituts State Bank India mit einem Aufschlag von mehr als 25 Prozent. Der Bankenindex legte insgesamt knapp 30 Prozent zu.

Am Dienstag hatte das indische Kabinett einen Plan gebilligt, im Staatsbesitz befindliche Banken über die nächsten zwei Jahre mit umgerechnet rund 27 Milliarden Euro zu stützen. Indiens Banken ächzen unter einem Berg fauler Kredite, was das Kreditwachstum bremst. Die Regierung versucht, die sich abkühlende Konjunktur wieder anzukurbeln. Zuletzt wuchs die Wirtschaft des Landes so langsam wie seit drei Jahren nicht mehr.

Nach Schätzungen der Rating-Agentur Fitch benötigen die Banken des Landes umgerechnet rund 55 Milliarden Euro an frischem Kapital, um die im März 2019 greifenden verschärften Bankenregeln Basel III zu erfüllen. Dennoch wertet Fitch-Experte Jobin Jacob den Beschluss des Kabinetts als positiv. „Am Ende wird eine gute Dosis der nötigen Medizin zur Verfügung gestellt.“

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