Börse New York Fed-Gouverneurin beruhigt die Märkte

Nach anfänglichen Verlusten haben sich die US-Börsen im Tagesverlauf erholt. Verantwortlich machen Experten dafür eine Aussage der Fed-Gouverneurin.

Die Fed-Gouverneurin warnt vor einem zu früheren Ende der lockeren Geldpolitik. Quelle: AP

New YorkAn der Wall Street drehten die Kurse am Montag nach anfänglichen Verlusten ins Plus. Damit machten sie einen kleinen Teil ihrer deutlichen Abschläge vom Freitag wett.

Die US-Börsen reagierten auf Äußerungen von Fed-Gouverneurin Lael Brainard. Diese warnte vor einem zu frühen Ende der lockeren Geldpolitik zur Stützung der Wirtschaft. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg bis zum frühen Nachmittag in New York 0,7 Prozent auf 18.212 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,8 Prozent auf 2145 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um ein Prozent auf 5177 Stellen.

Im frühen Handel hatte noch die Furcht vor einem baldigen Ende des billigen Geldes die US-Anleger in die Flucht geschlagen. Zum Wochenschluss war es mit den US-Börsen im Schnitt um über zwei Prozent nach unten gegangen. Überwiegend wird an den Terminmärkten erst für Dezember mit einer Zinserhöhung in der weltgrößten Volkswirtschaft gerechnet.

Bei den Einzelwerten richtete sich das Augenmerk auf die in den USA gelisteten Aktien des kanadischen Düngemittelkonzerns Potash . Er will mit dem Konkurrenten Agrium fusionieren, um einen Großkonzern mit einem Börsenwert von rund 36 Milliarden Dollar zu schmieden. Potash-Aktien verloren zwei Prozent an Wert. Agrium-Papiere sackten 3,6 Prozent ab.

Praxair-Anteilsscheine verteuerten sich um 0,4 Prozent, nachdem der deutsche Gasekonzern Linde die Gespräche über eine Fusion abgebrochen hatte.

Der Einstieg des aktivistischen Investors Starboard Value kam bei den Aktionären des Pharmakonzerns Perrigo gut an. Die Titel legten mehr als sechs Prozent zu.

In Frankfurt fiel der Dax um 1,3 Prozent auf 10.431,77 Punkte. Der EuroStoxx50 verlor ebenfalls mehr als ein Prozent. Im Fokus stand das Börsendebüt der E.ON -Tochter Uniper, die für einen Tag als 31. Mitglied im deutschen Leitindex gelistet wurden.

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