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Börse New York Politische Situation hemmt den Markt

Trumps früherer Wahlkampfmanager stellt sich dem FBI, der Präsident steht kurz vor der Ernennung eines neuen Fed-Chefs, und der Zinsentscheid der Notenbank steht aus. Das sorgt für Zurückhaltung bei den Anlegern.

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Bei den Einzelwerten werden in dieser Woche Quartalszahlen von Apple und Facebook erwartet. Quelle: Reuters

New York Die US-Börsen sind am Montag mit leichten Verlusten in die neue Woche gestartet. „Die politische Situation rückt wieder in den Fokus. Und das könnte den Markt davon abhalten, weiter zu steigen“, sagte Ökonom Peter Cardillo vom Handelshaus First Standard Financial. So hat sich in der Affäre um eine mutmaßliche Einflussnahme Russlands auf den US-Wahlkampf der frühere Wahlkampfmanager von Präsident Donald Trump, Paul Manafort, dem FBI gestellt. Er ist wegen Geldwäsche und Verschwörung gegen die USA angeklagt worden.

Belastend wirkte sich auch ein Medienbericht aus, wonach das Repräsentantenhaus darüber nachdenkt, die Unternehmenssteuer ab 2018 in kleinen Schritten bis 2022 zu senken. Trump will den Steuersatz so schnell wie möglich von derzeit 35 auf 20 Prozent verringern. Außerdem wird erwartet, dass Trump in Kürze einen Nachfolger für die Chefin der amerikanischen Notenbank Fed ernennt. Insidern zufolge neigt der Republikaner dazu, Fed-Direktor Jerome Powell zu befördern. Er stünde für Kontinuität. Anleger warten zudem mit Spannung auf den Zinsentscheid der Fed am Mittwochabend.

Der Dow-Jones-Index mit den Standardwerten fiel bis zum frühen Nachmittag in New York um 0,3 Prozent auf 23.371 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,3 Prozent auf 2573 Zähler nach. Der Technologie-Index Nasdaq sank nach einem Rekordhoch im frühen Handel um 0,1 Prozent auf 6696 Punkte.

Bei den Einzelwerten werden in dieser Woche Quartalszahlen von Apple und Facebook erwartet. Apple-Aktien legten um 2,3 Prozent zu. Anleger setzten im Vorfeld der Bilanz auf hohe Verkaufszahlen des neuen iPhones. Schon am Freitag hatten Apple über 3,6 Prozent gewonnen, nachdem eine Sprecherin des Technologiekonzerns Reuters gesagt hatte, dass die Vorbestellungen für das iPhone X "durch die Decke" gingen.

Papiere des Autobauers General Motors gaben nach einer Herabstufung durch Goldman Sachs knapp drei Prozent nach. Abgestraft wurden auch die Anteilsscheine von AMD, die knapp neun Prozent einbrachen. Morgan Stanley hatte zuvor die Aktie auf „underweight“ von zuvor „equalweight“ gesetzt.

Im Blick hatten Anleger auch die sechs Milliarden Dollar schwere Übernahme des Hausbauers CalAtlantic durch den Rivalen Lennar. CalAtlantic-Aktien schossen um 21 Prozent in die Höhe. Lennar-Papiere ließen dagegen fast vier Prozent Federn.

Auf dem falschen Fuß erwischte die Börsianer ein Zeitungsbericht, wonach eine mögliche Fusion der Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem US-Mobilfunker Sprint vom Tisch ist. Der japanische Sprint-Großaktionär SoftBank werde der Deutschen Telekom vorschlagen, die Verhandlungen abzubrechen, berichtete das japanische Wirtschaftsblatt Nikkei. Grund sei Uneinigkeit über die künftigen Eigentumsverhältnisse. Aktien von T-Mobile US gaben in Folge des Berichts rund 4,5 Prozent nach, Sprint verloren 7,5 Prozent.

Nach der Kursrally der vergangenen Woche gönnten sich Europas Aktienanleger am Montag eine Verschnaufpause. Der Dax schloss zwar mit 13.229 Punkten 0,1 Prozent im Plus und damit so hoch wie noch nie. Doch blieb er unter seiner im Handelsverlauf aufgestellten Bestmarke von 13.255 Zählern. Auch der EuroStoxx50 legte leicht zu.

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