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Börse New York Spekulationen auf steigende US-Zinsen belasten die Wall Street

Der weiter eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China sowie die Angst vor rasch steigenden Zinsen machen Anleger vorsichtig.

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Börsianer befürchten, China bereite sich auf eine Eskalation des Streits mit den USA vor. Quelle: AP

New York Spekulationen auf rascher als gedacht steigende US-Zinsen und ein weiter eskalierender Handelsstreit USA/China haben am Montag die Wall Street belastet. Der Dow Jones fiel in den Anfangsminuten um 0,4 Prozent auf 26.347 Punkte. Der S&P 500 verlor 0,3 Prozent, der Nasdaq-Composite 0,6 Prozent.

Vor allem die höheren Renditen bei Staatsanleihen drückten die Kurse, da damit die Bonds gegenüber Aktien an Attraktivität gewinnen. Am Freitag hatte die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen ein Siebeneinhalb-Jahres-Hoch von 3,248 Prozent markiert. Wegen des Columbus Day blieb der Rentenmarkt am Montag geschlossen.

Börsianer befürchten zudem, China bereite sich auf eine Eskalation des Streits mit den USA vor und habe deshalb am Wochenende den Banken mit einer geringeren Kapitalanforderung unter die Arme gegriffen. Für Unbehagen unter Anlegern sorgte auch ein verbaler Schlagabtausch zwischen US-Außenminister Mike Pompeo und seinem chinesischen Kollegen Wang Yi. Letzterer warf den USA zum Auftakt des China-Besuchs Pompeos vor, die Rechte der Volksrepublik bezüglich Taiwan zu verletzen und unberechtigte Kritik an der chinesischen Innen- und Außenpolitik zu üben. Die USA müssten diese „fehlgeleiteten Handlungen“ unterlassen. Pompeo sprach seinerseits von „grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten“ bei den genannten Themen. Die USA seien sehr besorgt über Chinas Vorgehen.

Im Dow Jones notierten die Aktien von Walmart etwa 0,5 Prozent höher. Im Wettbewerb mit Netflix setzt der weltgrößte Einzelhändler bei seinem Video-Angebot Vudu auf die Hilfe des Hollywood-Studios Metro Goldwyn Mayer (MGM). Netflix rutschten dagegen um über zwei Prozent ab.

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