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Börse New York Under Armour enttäuscht die Aktionäre

An der Wall Street blieben die Aktionäre am Dienstag zunächst zurückhaltend. Zu den größten Verlierern gehörten die Papiere des Sportartikelherstellers Under Armour, Kursgewinne konnte dagegen Kellogg verbuchen.

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New York Gute Zwischenberichte von Unternehmen wie Mastercard und Kellogg haben der Wall Street am Dienstag zunächst zu Gewinnen verholfen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,1 Prozent im Plus bei 23.365 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann ebenfalls 0,1 Prozent auf 2575 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg 0,3 Prozent auf 6716 Stellen.

Die Aktien von Mastercard legten zwischenzeitlich 0,8 Prozent zu. Der Kreditkarten-Riese Mastercard macht dank gestiegener Verbraucherausgaben weiter gute Geschäfte. Im dritten Quartal legte der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert um 21 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) zu, wie der Visa-Rivale am Dienstag mitteilte. Die Erträge stiegen um 18 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. „Wir freuen uns, ein weiteres Quartal mit Rekordergebnissen zu liefern“, sagte Mastercard-Chef Ajay Banga.

Die Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich. Die Aktie kletterte vorbörslich um knapp zwei Prozent. Mastercard verdient an Transaktionsgebühren und profitiert somit von ausgabefreudigen Verbrauchern. Genauso wie Konkurrent Visa vergibt das Unternehmen - anders als American Express - dabei nicht den Kredit selbst. Die beiden großen Wettbewerber von Mastercard steigerten den Gewinn im vergangenen Quartal ebenfalls deutlich.

Positiv überraschte auch Kellogg mit dem ersten Umsatzplus seit langem. Die Erlöse des US-Konzerns waren zuvor zehn Quartale in Folge stetig zurückgegangen. Nun punktet Kellogg mit Tiefkühlkost und Müsliriegeln. Händler griffen auch bei Aktien beherzt zu, der Kurs kletterte um sieben Prozent.

Dagegen brachen die Papiere von Under Armour mehr als 14 Prozent ein. Der US-Sportartikelhersteller steht nach schwachen Quartalszahlen und einer Gewinnwarnung an der Börse unter Druck. In den drei Monaten bis Ende September schrumpfte der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreswert um fünf Prozent auf 1,4 Milliarden US-Dollar, wie der Nike- und Adidas-Rivale am Dienstag in Baltimore (US-Bundesstaat Maryland) mitteilte. Der Nettogewinn brach von 128 Millionen auf 54 Millionen Dollar ein.

Der Konzern kämpft insbesondere im US-Heimatmarkt mit Problemen, dort gingen die Erlöse um 12 Prozent zurück. Wie schon im Vorquartal senkte Under Armour die Ziele für das Gesamtjahr und rechnet nun nur noch mit einer niedrigen einstelligen Zuwachsrate beim Umsatz. Beim Gewinn wurde die Prognose mehr als halbiert - der Konzern geht jetzt nur noch von einem bereinigten Ergebnis in Höhe von 0,18 bis 0,20 Dollar pro Aktie aus.

Die Quartalszahlen - vor allem der Ausblick - enttäuschten die Anleger massiv. Im Jahresverlauf ist der Aktienkurs um fast 50 Prozent gesunken. Als das Geschäft noch boomte, hatte Vorstandschef Kevin Plank die Konkurrenz scharf attackiert und etwa den deutschen Rivalen Adidas im Februar 2015 als „dümmsten Wettbewerber“ bezeichnet. Seitdem ist der Aktienkurs von Under Armour massiv gefallen, während Adidas an der Börse kräftig zugelegt hat.

Zu den Verlierern gehörten auch Qualcomm, die Aktien lagen 7,6 Prozent im Minus. Zuvor hatte Reuters berichtet, dass Apple iPhones und iPads ohne Qualcomm-Chips entwickelt hat.

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