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Börse New York US-Anleger halten sich vor Treffen von Trump und Xi zurück

Größere Bewegungen gibt es an der Wall Street am Freitag noch nicht. Die Anleger wollen zunächst das Treffen von Trump und Xi abwarten.

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Jeder Hinweis auf eine Lösung des US-Handelsstreits mit China könnte das globale Wachstum ankurbeln. Quelle: dpa

New York Das bevorstehende Gespräch zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping zum Handelsstreit hat auch die US-Aktienmärkte am Freitag in Schach gehalten. „Der Showdown steht an“, sagte Fondsmanager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. „Bei Donald Trump ist nach wie vor nicht klar, ob er tatsächlich einen Handelsdeal erreichen will beziehungsweise ob er überhaupt zu Zugeständnissen bereit ist.“ Xi wolle den Deal, aber auch seine Kompromissbereitschaft werde irgendwann an Grenzen stoßen. „Von einer Lösung bis zu einer weiteren Eskalation ist alles möglich.“

Der Dow Jones gab bis zum frühen Nachmittag in New York um 0,2 Prozent auf 25.283 Punkte nach. Der S&P 500 stagnierte bei 2738 Punkten und der Nasdaq-Composite bei rund 7270 Zählern.

Milan Cutkovic, Marktanalyst beim Broker AxiTrader rechnet für Montag daher mit größeren Ausschlägen. „Dabei hat der Markt durchaus realistische Erwartungen. Zu einer Versöhnung wird es nicht kommen. Aber man hofft, dass beide Parteien den Dialog wieder aufnehmen und so eine Eskalation des Handelskriegs verhindern.“

Trump will sich am Samstag am Rande des Gipfels der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) in Argentinien mit Xi treffen. Der US-Präsident wirft China unfaire Handelspraktiken vor und hat mit weiteren Sonderzöllen auf Importe aus der Volksrepublik gedroht. Beide Seiten überziehen sich bereits seit Monaten mit zusätzlichen Abgaben.

Für Sorgenfalten sorgte auch die Krim-Krise, die zur Absage eines Treffens von Trump mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin führte.

Bei den Einzelwerten verloren Marriotts bis zu sieben Prozent. Bei einem beispiellosen Hackerangriff auf eine Tochter der US-Hotelkette wurden möglicherweise Daten von bis zu einer halben Milliarde Kunden abgegriffen.

Die Aktien von Callaway Golf fielen um 15 Prozent, nachdem der kalifornische Golfausrüster den Outdoor-Anbieter Jack Wolfskin aus Idstein für umgerechnet 418 Millionen Euro übernommen hat.

General Electric brachen um sechs Prozent ein. Laut dem „Wall Street Journal“ haben ehemalige Mitarbeiter bei Ermittlungen im Versicherungsgeschäft ausgesagt, GE habe Risiken ignoriert. GE teilte mit, laufende rechtliche Vorgänge nicht zu kommentieren.

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