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Börse New York US-Börsen ohne klare Richtung

Janet Yellen wird die neue Präsidentin der Fed. Mit ihr dürfte die lockere Geldpolitik fortgeführt werden. Die Börsen können darüber nicht jubeln. Sie sind immer noch zu stark mit dem US-Haushaltsstreit beschäftig.

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Die Händler in den USA haben schon spannendere Handelstage gesehen Zwar entfällt mit der Nominierung Janet Yellens ein Unsicherheitsfaktor. Doch mit dem US-Haushaltsstreit bleibt ein Großer bestehen. Quelle: AFP

New York Die Berufung der Notenbankerin Janet Yellen an die Spitze der Fed hat die Wall Street am Mittwoch nur kurz beflügelt. Die wichtigsten Indizes stiegen in den ersten Handelsminuten leicht, später sanken sie wieder in den negativen Bereich. Präsident Barack Obama will die Ernennung Yellens als Nachfolgerin von Ben Bernanke noch am Abend bekanntgeben. Investoren erwarten nun eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik. Die Entscheidung nehme dem Markt zumindest ein Stück der Verunsicherung, sagte die Analystin Anastasia Amoroso von der Großbank J.P. Morgan. Bernankes zweite Amtszeit endet am 31. Januar.

Der Dow Jones gab zuletzt 0,1 Prozent nach auf 14.774 Punkte. Der S&P-500 musste ebenfalls 0,1 Prozent Federn lassen auf 1654 Zähler. Der Nasdaq verlor nach anfänglichem Plus 0,4 Prozent auf 3140 Punkte.

Für Unsicherheit an der Wall Street sorgt weiter der Haushaltsstreit zwischen Republikanern und Demokraten. Obama bekräftigte, dass er nicht unter Drohungen der Konservativen verhandeln werde. Er sei bereit, auch über seine Gesundheitsreform zu sprechen, wenn die Republikaner der Regierung wieder Geld zur Verfügung stellten und sich nicht gegen die Erhöhung der Schuldengrenze stellten. Einigen sich die zerstrittenen Parteien nicht bis kommende Woche, droht den USA eine Zahlungsunfähigkeit mit möglicherweise katastrophalen Folgen für die Weltwirtschaft.

Börsianer dürften in den kommenden Wochen aber auch auf die Quartalsbilanzen der US-Unternehmen schauen. Den Anfang machte am Dienstagabend der Aluminium-Hersteller Alcoa, der dank des Autozuliefergeschäftes mehr verdiente als erwartet. Die Aktie stieg um 3,9 Prozent.

Für Enttäuschung sorgte dagegen der Fast-Food-Konzern Yum Brands, zu dem Marken wie KFC, Pizza Hut oder Taco Bell gehören. Das Unternehmen braucht nach eigenen Angaben länger als gedacht, um seine Umsätze in China zu steigern. Vielen Restaurantgästen war wegen eines Lebensmittelskandals und eines Vogelgrippe-Ausbruchs der Appetit auf Hühnchen vergangen. Die Yum-Aktie fiel um 6,7 Prozent.

Dagegen ging es für Aktien des Herrenausstatters Men's Wearhouse um über 22 Prozent nach oben. Das Unternehmen will sich vom Konkurrenten Jos. A. Bank für 2,3 Milliarden Dollar übernehmen lassen. Die Firmen wollen so zu einem führenden Unternehmen in der Branche aufsteigen. Die Papiere von Jos. A. Bank legten um 6,2 Prozent zu.

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