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Börse Talanx und Hapag-Lloyd wollen aufs Parkett

Ideales Umfeld für Börsengänge: Der Versicherer Talanx und die Reederei Hapag-Lloyd haben sich schon als Kandidaten ins Gespräch gebracht. Doch Talanx will sich allerdings noch nicht festlegen, Hapag-Lloyd musste schon einmal einen Börsengang absagen.

Kenner munkeln über Börsenpläne von Talanx. Chef Herbert Haas gibt zwar zu, dass die Zeit für einen Börsengang günstig ist, hält sich zu konkreten Maßnahmen aber bedeckt. Quelle: dpa

Die Schuldenkrise scheint besänftigt, US-Investoren sind zurück und Anleger sind dank der Europäischen Zentralbank wieder flüssig. Das Umfeld für Börsengänge in Deutschland so gut wie schon lange nicht mehr. Noch hat sich allerdings kein neues Unternehmen aufs Parkett getraut. Dabei wären Börsengänge derzeit erfolgsversprechend: Den ersten europäischen Börsenkandidaten seit mehr als einem halben Jahr – das schweizer Handelsunternehmen DKSH und der niederländischen Kabelnetzbetreiber Ziggo – wurden die Aktien förmlich aus den Händen gerissen.

Mit dem Deutschlands drittgrößter Versicherungsgruppe Talanx und der größten deutschen Containerreederei Hapag-Lloyd brachten sich diese Woche zwei nationale Firmen für Börsengänge ins Gespräch. Zwar ist bei Talanx die Situation dafür derzeit exzellent, doch hält sich das Unternehmen mit konkreten Angaben noch zurück. Hapag-Lloyd muss zwar derzeit einen Verlust verzeichnen, schaut jedoch optimistisch in die Zukunft: Der Börsengang ist für 2013 geplant.

Welche deutschen Unternehmen an die Börse drängen
Eine Werbung für Evonic Industries Quelle: AP
Energiesparlampen werden bei Osram in Verkaufsverpackungen abgepackt Quelle: dpa
Ein Containerschiff der Hapag-Lloyd-Reederei Quelle: AP
Ein Schild des Versicherungskonzerns Talanx in Hannover vor der Konzernzentrale Quelle: dapd
Ein Kolben für PKW-Dieselmotoren von der Firma Kolbenschmidt Pierburg Quelle: Pressebild
Katalysatoren Quelle: obs
Chips des Herstellers Lantiq Quelle: Pressebild

Talanx veröffentlichte am Donnerstag seine Geschäftszahlen für 2011. Vergangenes Jahr machte das Unternehmen 520 Millionen Euro Gewinn, nach 216 Millionen im Vorjahr. Das Betriebsergebnis EBIT stieg um knapp 21 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro, die Beitragseinnahmen nahmen um 3,6 Prozent auf 23,7 Milliarden Euro zu – und dies alles trotz schlechter Rahmenbedingungen. Vor allem die Rückversicherung bei der börsennotierten Tochter Hannover Rück musste wegen der Fukushima-Katastrophe viel Geld hinlegen. Doch seien diese Schadensbelastungen mit der Erstversicherung mehr als wettgemacht worden. In der Personenversicherung in Deutschland gelang Talanx die Gewinnwende. „Das Talanx-Schiff bleibt auch in schwerer See auf Kurs“, sagte Vorstandschef Herbert Haas.

Zum Ausblick für das laufenden Jahr machte Haas wenig konkrete Angaben. Talanx wolle die Beitragseinnahmen weiter steigern und das Ergebnis durch Einsparungen in Folge des nun abgeschlossenen Konzernumbaus weiter verbessern  – alles gute Bedingungen für einen Börsengang. Das sieht auch Herbert Haas so, will sich auf einen Zeitpunkt aber noch nicht festlegen. „Es kann durchaus sein - obwohl die Zeichen derzeit auf Grün stehen - dass wir sie im Laufe des Jahres nochmals auf Rot stellen.“

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