WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Börse Die besten Börsenchancen für Privatanleger

Seite 2/4

Verlustrisiken sind minimierbar

Zehn Crashaktien für Zocker
Das Schild einer Commerzbank-Filiale mit Logo hängt unweit der Zentrale der Commerzbank in Frankfurt am Main Quelle: dpa
Das solara<uto Solarauto "Solarworld GT" Quelle: dapd
Ein Werksmitarbeiter arbeitet in Wiesloch beim Heidelberger Druckmaschinenhersteller Quelle: dapd
Die Außenansicht eines Nokia-Ladens Quelle: dpa
in Mitarbeiter eines Praktiker Baumarktes steh vor einem Regal Quelle: dapd
Passanten vor einer UniCredit-Filiale in Rom Quelle: dapd
Das Logo der Firma Alcatel-Lucent Quelle: dapd

Dank Euro-Krise und weltweiter Niedrigzinsen auf Tages-, Festgeld und mittlerweile auch fast alle Unternehmensanleihen, die nicht einmal die Inflation ausgleichen, flüchtet eben so mancher in Aktien, vorzugsweise in Titel, die eine regelmäßige Dividende abwerfen.

Doch die Neu- und Wiedereinsteiger haben durchaus auch gute Argumente auf ihrer Seite. Es ist keineswegs auszuschließen, dass die heutigen Kurse sich auf lange Sicht als günstig erweisen. Krisenzeiten haben sich im Nachhinein schon oft als die bei weitem besten Zeiten zum Kauf von Aktien erwiesen.

Denn Aktien werden als liquide handelbare Anlageform von vielen Anlegern als Erstes aus den Depots geworfen, wenn diese in vermeintlich sicherere Anlageformen umschichten wollen oder schlicht Geld brauchen, etwa Fonds oder Hedgefonds, deren Kunden die Anteile zurückgegeben haben. Dabei wird, so das Kalkül, oft Qualität mit verkauft, die längerfristig denkende Anleger dann oft günstig einsammeln können.

Allerdings erfordert diese Vorgehensweise Geduld: Gerade in schweren Finanzkrisen, die sich zu Schuldenkrisen ausweiten, ist es unmöglich, das nahende Krisen-Ende seriös zu prognostizieren. Solange die Krisen andauern, unterliegen die Aktienkurse weiterhin starken Schwankungen.

Auf Krisenfestigkeit verlassen

Anleger können das Verlustrisiko aber minimieren, indem sie auf Unternehmen setzen, die ihre Krisenfestigkeit schon bewiesen haben und deren Geschäftsmodell möglichst weltweit funktioniert.

So liegen Anleger, die in ein von der WirtschaftsWoche vor genau einem Jahr empfohlenen Anlagevorschlag in Form der Aktien von 18 Weltkonzernen wie VW, dem Brauerei-Riesen AmBev, Apple, Amazon, K+S und dem Tabakkonzern BAT (WirtschaftsWoche 26.9.2011) gefolgt sind, um 31 Prozent im Plus. Drei der 18 empfohlenen Aktien (K+S, Agnico Eagle und Silver Wheaton) haben den Anlegern Verluste beschert; elf Werte liegen teilweise deutlich im Plus, vier weitere sind Nahe an ihrem Kursniveau vom September 2011. Allerdings kommen Anleger zusammen mit den seit Empfehlung bezahlten Dividenden auf eine Gesamtrendite von 34,8 Prozent. Das ist deutlich mehr, als der Gesamtmarkt zu bieten hatte: Der Dax 30 mit den 30 größten deutschen Standardwerten liegt im gleichen Zeitraum rund 16 Prozent im Plus.

Etwas mehr Durchhaltevermögen und Mut zum Risiko sollte mitbringen, wer jetzt nach besonders ausgebombten Titeln Ausschau hält. So verloren Anleger mit einem anderen in der .WirtschaftsWoche empfohlenen Crash-Aktien-Depot (WirtschaftsWoche vom 7.10.2011) aus damals bereits besonders stark verprügelten Aktien im Schnitt weitere 25 Prozent. Viele der damaligen Probleme haben sich sogar verschärft, etwa bei den empfohlenen Solarwerten Solarworld und SMA. Lediglich die drei Blue Chips Cisco, Siemens und Schneider Electric liegen leicht im Plus.

Langfristig spricht noch mehr für Aktien

Sollten etwa die Zentralbanken ihre Politik des billigen Geldes fortsetzen und die Banken mit Liquidität fluten sowie die Staatsschulden über den Kauf von Staatsanleihen monetarisieren, hätte das höchstwahrscheinlich mit einiger zeitlicher Verzögerung zwei Folgen: Zum einen würde ein Rückfall in eine Rezession (oder womöglich Schlimmeres) damit verhindert, zum anderen würden Aktien als Sachwerte von einer dann höchstwahrscheinlich anziehenden Inflation profitieren, so lange diese nicht ausufert.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%