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Börse Welche Aktien die neue Regierung bewegt

Aktionäre betrachten die Pläne der neuen Regierung mit Argusaugen. Erste Kursreaktionen zeigen die Gewinner und Verlierer der Koalitionsverhandlungen. Welche Aktien bald deutlich steigen oder fallen könnten.

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Börse Frankfurt: Die Pläne der neuen Regierung sorgen für Spannung. Quelle: dpa

Kaum ist der Koalitionsvertrag besiegelt, beginnen die Anleger zu rechnen. Welche Anlageklasse könnte profitieren? Welche Regulierungen zwingen zur Umschichtung? Und welche Unternehmen können lukrative Aufträge oder Steuervorteile ergattern, die die Aktienkurse beflügeln?

„Das Wichtigste für die Finanzmärkte ist, dass die erfolgreiche deutsche Europapolitik fortgesetzt wird - also Unterstützung für die Krisenstaaten im Gegenzug für Reformen“, sagte Analyst Christian Schulz von der Berenberg Bank. „Der Staat wird zwar etwas mehr ausgeben, dürfte es aber trotzdem schaffen, sowohl den Stabilitätspakt als auch die Schuldenbremse einzuhalten.“

An den Finanzmärkten gibt es zunächst einmal Entwarnung. Der Handelstag verläuft bislang ruhig. Der Dax lag kurz vor Handelsschluss 0,6 Prozent im Plus bei 9346 Punkten. Ein Rekordhoch und erneut eine kleine Tagesrally. Bundesanleihen bewegen sich kaum. Immerhin stieg der Euro zwischenzeitlich auf ein Vier-Monats-Hoch von 1,3612 Dollar.

Commerzbank-Analysten Ulrich Leuchtmann erklärte, vor allem für die Anleger am Devisenmarkt klinge der Koalitionsvertrag wohl gar nicht so schlecht. „Klar, das SPD-Mitgliedervotum ist eine Hürde, deren Überwindung noch nicht mit Sicherheit feststeht. Aber erst mal kann man den Abschluss der Verhandlungen feiern.“

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    Die Analysten der ING Bank äußerten sich kritisch zu der Vereinbarung: „Der Fokus der neuen Regierung scheint bislang nicht darauf zu liegen, die wirtschaftlich guten Zeiten für neue strukturelle Reformen zu nutzen, um auf diesem Weg das Wachstumspotenzial zu steigern. Wenn dazu nicht mehr kommt, könnte sich der Koalitions-Deal als verpasste Gelegenheit entpuppen.“

    Eben diese verpassten Gelegenheiten sorgen bei einigen Aktionären für gute Laune. So stiegen etwa die Aktien der Deutschen Post um bis zu 2,6 Prozent auf 25,49 Euro zu und notierten damit so hoch wie zuletzt Anfang Mai 2007. Die Aktie Gelb führt die Dax-Gewinnerliste an.

    Der Grund: Während ein Mindestlohn für viele Unternehmen aus der Branche höhere Kosten verursacht, ist die Post davon kaum betroffen. Laut Aussagen von Post-Chef Frank Appel zahle sein Unternehmen im Brief- und Paketgeschäft bereits mehr als den geplanten Mindestlohn von 8,50 Euro.

    Die Deutsche Post ist nicht die einzige Aktie, die von den Koalitionsverhandlungen betroffen ist. Handelsblatt Online portraitiert fünf Titel, die Anleger im Zuge der Pläne der neuen Regierung im Auge behalten sollten.

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