Börsen in Asien Brexit-Sorgen treiben den Yen-Kurs an

An der Börse in Tokio geht es zum Handelsbeginn am Mittwoch bergab. Japanische Anleger schauen auf den Yen-Kurs. Die starke Währung macht Exporteuren zu schaffen.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Quelle: AFP

TokioSteigt die Umsatzsteuer in Japan? Anleger in Tokio warten darauf, dass Premierminister Shinzo Abe eine Entscheidung trifft. Unterdessen vermiest ihnen der starke Yen die Stimmung. Die Landeswährung stieg nach einer Umfrage, derzufolge die Briten sich für einen Brexit entscheiden könnten.

Der 225 Werte umfassende Nikkei sank im Vormittagshandel um 0,9 Prozent auf 17.078 Punkte. Der breiter angelegte Topix verlor 0,8 Prozent auf 1368 Punkte.

Zu den Verlierern gehörte die Energiebranche. Inpex Corp. fiel um 1,2 Prozent, Fuji Oil verlor sogar 3,8 Prozent. Der Mobilfunkkonzern Softbank dagegen legte um 1,4 Prozent zu. Zuvor hatte das Unternehmen mitgeteilt, Alibaba-Anteile in Milliardenhöhe zu verkaufen.

In China schauten Anleger auf Konjunkturdaten: Chinas Industrie hat im Mai den dritten Monat in Folge zugelegt. Das unerwartete Wachstum verharrte jedoch auf einem niedrigen Niveau. Der am Mittwoch veröffentlichte offizielle Einkaufsmanagerindex betrug 50,1 Punkte und lag damit knapp über dem Wert von 50 Punkten, ab dem Wachstum signalisiert wird.

Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen mit einem Rückgang auf genau 50 Zähler gerechnet. Die Daten schüren dennoch Zweifel an einer nachhaltigen Erholung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft nach den USA. Die Industrie baut auch weiter Stellen ab, allerdings nicht mehr in so rasantem Tempo.

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