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Börsen in Asien Schwacher Yen stützt Japans Börse

Der Nikkei-Index steuert auf den 14. Tag mit Gewinnen in Folge zu – das gab es seit vielen Jahrzehnten nicht mehr. Neue Entwicklungen bei der US-Steuerreform schwächen den Yen, was der japanischen Börse hilft.

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An der japanischen Börse läuft es weiter bergauf. Quelle: AP

Tokio Der Kursverlust des Yen nach der Zustimmung des US-Senats zum Entwurf der Haushaltsresolution hat zum Wochenschluss die japanischen Börsen gestützt. In Tokio steuert der Nikkei-Index auf den 14. Tag mit Gewinnen in Folge und damit auf die längste Gewinnserie seit 1961 zu. Die schwächere Landeswährung, welche Exportunternehmen zugute kommt, sorge für Kauflaune, sagten Händler. „Die Leute waren eigentlich darauf vorbereitet, Gewinne mitzunehmen, aber jetzt gibt es die Erwartung, dass auch die US-Börsen im Tagesverlauf zulegen, und deswegen wollen sie nicht verkaufen“, sagte Yutaka Miura, technischer Analyst bei Mizuho Securities.

Die US-Abgeordneten räumten mit ihrer Zustimmung ein Hindernis für die geplante Steuerreform von Präsident Donald Trump aus dem Weg. Eine umfassende Reform des Steuersystems mit massiven Steuersenkungen gehört zu den wichtigsten Wahlversprechen des Republikaners. Sie wird an den Aktienmärkten mit besonderer Spannung erwartet, weil sich US-Unternehmen davon massive Einsparungen erhoffen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte am Mittag leicht im Plus bei 21.452 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte ebenfalls leicht zu auf 1730 Zähler. Exportwerte wie Toyota gehörten zu den Gewinnern. Die Nissan-Aktien gaben dagegen knapp zwei Prozent nach. Der Skandal um unzulängliche Sicherheitschecks bei der Endabnahme von Neuwagen reicht einem Bericht zufolge mindestens 20 Jahre zurück. Auch außerhalb Japans sorgte das Votum der Senatoren für gute Stimmung. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gewann 0,3 Prozent.

Der Dollar legte nach der Abstimmung zu. Ein Dollar kostete mit 113,19 Yen 0,6 Prozent mehr als am Vortag. Der Euro gab 0,3 Prozent nach auf 1,1812 Dollar. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9820 Franken je Dollar und 1,1602 Franken je Euro gehandelt.

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