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Börsendebut Healthineers starten mit einem Kurs von 29,10 Euro

Siemens-Tochter: Ausgabepreis der Healthineers-Aktie beträgt 28 Euro Quelle: Bloomberg

Die technischen Probleme sind behoben, der Healthineers-Börsengang ist gestartet. Auf dem Parkett knallen die Sektkorken, die erste Taxe liegt zwischen 27 und 32 Euro.

Die Sektkorken knallten um 9.35 Uhr. Zu früh, denn den ersten Kurs gab es da noch nicht. Viele konnten es offenbar nicht abwarten. Als sich die ersten Dax-Kurse aufbauen, gibt es Applaus. Siemens Healthineers erhält das Börsenkürzel SHL.

Die erste Quotierung liegt zwischen 27 und 32 Euro, wie der Makler Baader festgestellt hat, bei einem Ausgabepreis von 28 Euro. Zwar warten alle Marktteilnehmer noch auf den ersten Kurs, auf dem Parkett gibt es aber bereits erste Schätzungen für Healthineers: 30 Euro sollen es werden, heißt es. Das Börsenumfeld ist nach der Xetra-Panne gut, der deutsche Leitindex Dax hat um 9:50 Uhr gut 54 Punkte oder 0,44 Prozent zugelegt.

Zuvor hatte der Ausfall des Xetra-Handelssystems der Deutschen Börse in Frankfurt für Wirbel gesorgt. Auf dem Parkett kursieren Gerüchte, dass Hacker den Absturz bewirkt hätten. Die Deutsche Börse widerspricht, es seien weder Hacker am Weg gewesen, noch sei die Cybersicherheit beeinflusst gewesen. Eine Aufarbeitung werde zwei, drei Tage dauern. Seit9.40 Uhr fährt das System nun langsam wieder hoch, ein normaler Handel ist möglich.

Beim Börsengang der Siemens-Medizintechnik-Tochter Healthineers werden die 150 Millionen Aktien zu je 28 Euro zugeteilt. Die Preisspanne reichte von 26 bis 31 Euro und war damit unerwartet niedrig angesetzt worden. Das hing auch mit dem unsicheren Börsenumfeld nach der Ankündigung von Strafzöllen durch US-Präsident Donald Trump und dem unklaren Wahlergebnis in Italien zusammen. Kurzzeitig hatten diese beiden Faktoren für Kursturbulenzen an den Märkten gesorgt. „28 Euro erscheinen uns als faire Bewertung. Deshalb haben wir an der Emission teilgenommen. Wir sehen das als langfristiges Investment und sind nicht auf kurzfristige Gewinne aus“, sagt Portfoliomanager Sébastien Buch von der Fondsgesellschaft Union Investment.

Siemens-Chef Joe Kaeser hatte auf einen Börsenwert von bis zu 35 Milliarden Euro für die Erlanger Tochter gehofft, Anleger sehen sie offenbar nur bei 28 Milliarden Euro. Siemens kann damit mit einem Emissionserlös von 4,2 Milliarden Euro kalkulieren. Mit Healthineers erlebt Frankfurt den größten Börsengang in jüngerer Zeit seit der Abspaltung Innogys von RWE vor eineinhalb Jahren.

Siemens gibt 15 Prozent an seiner Tochter ab. Der Erlös ist dabei aber zweitrangig: Primär geht es Siemens darum, dass Healthineers das Wachstum künftig selbst finanzieren und so eine aktive Rolle in der weltweiten Konsolidierung der Branche spielen kann. Dazu sollen die eigenen Aktien als Akquisitionswährung zum Kauf von Unternehmen eingesetzt werden. Außerdem kann der Münchener Konzern jetzt auf steigende Kurse und damit auf eine Wachstumsstory bei der Bewertung setzen.

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