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Börsengänge Börsenkandidaten Govecs und DFV machen Abstriche

Govecs will weniger Aktien ausgeben als geplant, und die DFV will sich bei ihrem Börsengang mit 59 statt 79 Millionen Euro begnügen.

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Die Deutsche Familienversicherung (DFV) und der Elektroroller-Hersteller Govecs wollen bei den Plänen zu ihren Börsengängen Abstriche machen. Quelle: dpa

München Die Börsenkandidaten Deutsche Familienversicherung (DFV) und Govecs machen wegen der wackligen Märkte finanziell Abstriche an ihren Plänen. Die Familienversicherung will sich bei ihrem Börsengang nun mit 59 bis 79 Millionen Euro begnügen, wie sie am Montag mitteilte.

Bisher hatte sie einen Erlös von 100 Millionen Euro angepeilt. Zudem verkauft Firmen-Mitgründer und Vorstandschef Stefan Knoll Aktien für neun bis 13 Millionen Euro. Der Münchner Elektroroller-Hersteller Govecs gibt weniger Aktien aus als geplant und will nun noch 64 bis 77 Millionen Euro einnehmen.

Dafür wurden die Investitionspläne zusammengestrichen. Auch diese Emission sollte ursprünglich 100 Millionen Euro stark werden.

Govecs hatte in einem ungewöhnlichen Schritt zunächst die Zeichnungsfrist um sechs Wochen verlängert. Nun hält die 2009 gegründete Firma zwar die Preisspanne von zehn bis zwölf Euro aufrecht, gibt aber 1,15 Millionen Aktien weniger aus.

Dank eines Abkommens mit dem spanischen Motorradhersteller Rieju, der bis zu 12.000 Roller pro Jahr für Govecs produzieren will, müsse das Unternehmen zehn Millionen Euro weniger für den Ausbau der eigenen Produktion in Polen ausgeben.

Nach einem Umsatzanstieg im dritten Quartal um 70 Prozent sei 2018 ein Umsatz von 28 Millionen Euro – am oberen Ende der Prognose – realistisch. Die Gewinnschwelle vor Steuern und Zinsen (Ebit) werde das für seine „Schwalbe“-E-Roller bekannte Startup eher in zwei als in vier Jahren schaffen.

Die Govecs-Aktien können bis 8. November gezeichnet werden, die Erstnotiz ist für den 13. November geplant.

Jeweils einen Tag später folgen die Preisfestsetzung und die Börsenpremiere der DFV. Die Preisspanne wurde am Montag auf 17 bis 23 Euro festgesetzt. Nach dem Börsengang sollen bis zu 32 Prozent an dem gut zehn Jahre alten Unternehmen im Streubesitz sein.

Vorstandschef Knoll hat sich vorgenommen, bei Kranken-Zusatzversicherungen Nummer eins in Deutschland zu werden. 2020 soll die DFV ins Ausland expandieren.

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