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Börsengang in New York Banken für Emission von Chemiefirma Atotech benannt

Der Börsengang der Spezialchemiefirma nimmt Gestalt an: Drei Banken wurden benannt, die die Neuemission von Atotech vorantreiben sollen.

In New York könnte auch bald die deutsche Spezialchemiefirma Atotech mitmischen. Quelle: AP

Frankfurt/New YorkDer Finanzinvestor Carlyle treibt Finanzkreisen zufolge den Börsengang der Berliner Spezialchemiefirma Atotech voran. Die Bank of America, Citi, Credit Suisse und JP Morgan sollen die Emission in den USA begleiten, wie mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten.

Der Schritt aufs Parkett in New York könnte bereits im zweiten Quartal 2019 stattfinden. Carlyle hatte die frühere Total-Tochter 2016 für 3,2 Milliarden Dollar gekauft. Der Finanzinvestor und die Banken lehnten eine Stellungnahme ab. Noch sei nicht entschieden, wie groß der Börsengang werden soll. In ersten Treffen mit den Banken sei aber ein Emissionsvolumen von rund 600 Millionen Dollar diskutiert worden, sagte einer der Insider.

Atotech bietet Spezialchemikalien und Anlagen für die Halbleiter-Industrie an und zählt weltweit rund 4000 Beschäftigte. 2017 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar und ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda) von rund 329 Millionen Dollar.

Im Sommer hieß es, Carlyle strebe eine Bewertung in Höhe des 13- bis 14-fachen des operativen Gewinns an, der in diesem Jahr bis auf 400 Millionen Dollar steigen könne. Somit könnte Atotech auf einen Börsenwert von bis zu fünf Milliarden Dollar kommen. Doch die inzwischen gesunkenen Bewertungen für US-Wettbewerber könnte auch auf die Bewertung von Atotech drücken, sagten die Insider.

Unternehmen wie Cabot Microelectronics, Entegris, Quaker Chemical and Versum Materials werden aktuell mit dem 8,5- bis 10-fachen ihres operativen Gewinns gehandelt. Ein Börsengang ist Finanzkreisen zufolge die wahrscheinlichste Variante. Aber auch ein Verkauf an Konkurrenten oder einen anderen Investor sei eine Option. Bei der Übernahme hatte Carlyle das zwölffache des operativen Gewinns auf den Tisch gelegt.

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