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Börsenpläne Uber-Konkurrent Didi: Gerüchte über Börsengang in Hongkong

Der Fahrdienstvermittler hat Insidern zufolge die Pläne aufgegeben, Aktien an der Wall Street zu platzieren. Der IPO sei im ersten Halbjahr 2021 geplant.

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Der chinesische Fahrdienstvermittler könnte bei dem Börsengang mit mehr als 60 Milliarden Dollar bewertet werden. Quelle: Reuters

Der chinesische Uber-Konkurrent Didi strebt Insidern zufolge für das kommende Jahr einen Börsengang in Hongkong an. Der Fahrdienstvermittler, der von Unternehmen wie Softbank, Alibaba und Tencent finanziert wird, habe erste Gespräche mit Investmentbanken begonnen, sagten drei mit der Sache vertraute Personen zur Nachrichtenagentur Reuters.

Didi könne bei dem Börsengang mit mehr als 60 Milliarden Dollar bewertet werden. Geplant sei die Emission für das erste Halbjahr 2021. Didi erklärte, es gebe keine festgelegten Börsenpläne.

Der Konzern mit Sitz in China hatte wie seine Konkurrenten Uber und Lyft Insider zufolge in den vergangenen Jahren eine Aktienplatzierung an der prestigeträchtigen New Yorker Wall Street ins Auge gefasst. Dort können Firmen oft mehr Investoren erreichen und in vielen Fällen auch mehr Geld einsammeln.

Wegen des anhaltenden Handelsstreits zwischen China und den USA und der Beschränkungen für chinesische Firmen in Amerika habe sich Didi nun aber für Hongkong entschieden, hieß es.

Das vor acht Jahren gegründete Unternehmen erziele seit dem zweiten Quartal 2020 „gesunde Gewinne“ und einige der Investoren seien nun daran interessiert, ihre Anteile zu versilbern, sagte einer der Insider. Vor dem Börsengang im nächsten Jahr plane Didi noch eine private Finanzierungsrunde, um die Bewertung nach oben zu schrauben.

Die Kursentwicklung von Uber und Lyft, die an der Wall Street gelistet sind, liegt bislang aber unter den hohen Erwartungen der Investoren. Beide Aktien kosten derzeit weniger als zum Zeitpunkt ihres jeweiligen Börsengangs, Lyft hat seither sogar mehr als zwei Drittel an Wert verloren.

Uber und Didi hängen seit einiger Zeit eng zusammen. Nach einer kostspieligen Marketingkampagne, mit der der chinesische Markt erobert werden sollte, verkaufte Uber 2016 sein China-Geschäft an Didi und erhielt dafür eine Beteiligung an Didi von 17,5 Prozent. Didi ist neben der klassischen Fahrdienstvermittlung im Busverkehr und Fahrradverleih tätig.

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