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Börsenreaktion EZB versetzt Anleihenmarkt in Aufruhr

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Warten auf Konjunkturdaten aus den USA

Notenbanken im Kaufrausch
Ben Bernanke Quelle: dpa
Bank of London Quelle: REUTERS
Yen-Schein Quelle: REUTERS
Eine Ein-Euro-Münze und ein Schweizer Franken Quelle: dpa

Neben der EZB waren aber auch die anstehenden Konjunkturdaten aus den USA großes Thema unter den Anlegern: Am Nachmittag wird der US-Arbeitsmarktbericht für Juli veröffentlicht, Analysten rechnen im Schnitt mit einem moderaten Stellenaufbau. Dennoch dürfte die Erholung hinter den Erwartungen der US-Notenbank zurückbleiben, sodass Spekulationen auf weitere geldpolitische Maßnahmen nicht abebben dürften, schrieb Helaba-Analyst Christian Schmidt in einem Kommentar. Die US-Notenbank Fed will vorerst zwar auf neue Konjunkturspritzen verzichten, hat bei Bedarf aber neue Maßnahmen in Aussicht gestellt.

Unter den Einzelwerten legten neben Siemens auch die Finanzwerte deutlich zu. „Sie gehen nach dem jüngsten Absturz auf Erholungskurs,“ sagte ein Börsianer. Deutsche Bank und Commerzbank verteuerten sich um jeweils vier Prozent. Am Donnerstag waren sie in Reaktion auf die Draghi-Äußerungen um 5,3 und 6,2 Prozent abgerutscht. Auch der europäische Branchenindex machte mit einem Plus von 2,5 Prozent wieder Boden gut.

Die Papiere von Allianz konnten ebenfalls punkten: Das zweite Quartal fiel besser aus als erwartet, die Aktie zog um 3,4 Prozent an. „Auf den ersten Blick hat die Allianz ein starkes Zahlenwerk abgeliefert“, schrieb DZ-Bank-Analyst Thorsten Wenzel in einem Kommentar.

Europa



Deutlich auf Talfahrt gingen dagegen Singulus, die sich im TecDax um bis zu 13,4 Prozent auf 1,74 Euro verbilligten und damit den niedrigsten Stand seit Mitte Juni markierten. Ein überraschender Geschäftseinbruch verprellte die Anleger. „Die Zahlen sind durch die Bank schlecht, auch der Auftragseingang lässt zu wünschen übrig. Singulus steht wohl vor einigen Herausforderungen“, sagte ein Händler.

An Suess Microtech fanden die Investoren dagegen trotz der gesenkten Ebit-Prognose Gefallen: Die Papiere stiegen um 4,4 Prozent und waren damit größter TecDax-Gewinner. Suess erhöhte zugleich seine Umsatzprognose. „Angesichts eines sehr guten Auftragsbestandes erwarten wir mit Blick auf die Umsätze ein gutes zweites Halbjahr“, kommentierte Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank und bestätigte seine Kaufempfehlung.

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