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Bundesnetzagentur "Es fehlen Leitungen und Wasserspeicher"

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Netzausbau soll Energiewende retten

Was Anleger mit diesen Solaraktien tun sollten
Centrotherm Quelle: dpa
Manz Quelle: Pressebild
MeyerBurger Quelle: Screenshot
SMA Solar Quelle: Pressebild
Solarworld Quelle: dpa
Solarmodul Trina Solar Quelle: Trina Solar
Yingli Green Energy Quelle: dapd

Im März fielen das AKW Brokdorf und ein Umspannwerk in Helmstedt aus, zugleich gab es viel Windstrom. Das Stromnetz stand wieder kurz vor dem Kollaps.

Wir prüfen den Vorfall. Dass es seit dem Beschluss, aus der Kernkraft auszusteigen, immer wieder zu kritischen Situationen kommen würde, war uns bewusst. Auch, dass die Netzbetreiber öfter eingreifen müssen, um Krisen im Netz zu vermeiden. Ob das Konzept langfristig trägt, wird der Winter zeigen.

Wie lange wird es Engpässe geben?

Das hängt vom Tempo des Netzausbaus ab und davon, inwieweit dieser mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien abgestimmt wird. Dies ist bisher zu wenig der Fall. Wir brauchen bei erneuerbaren Energien einen stärkeren Einfluss des Marktes. Es kann nicht sinnvoll sein, dass Wind- und Solaranlagen aufgestellt werden, unabhängig davon, ob es vor Ort wirtschaftlich ist, Ökostrom zu erzeugen, oder ob es einen Netzanschluss für den Abtransport des Stroms gibt. Wenn strategische Leitungen wie die Windsammelschiene von Mecklenburg-Vorpommern nach Hamburg fertiggestellt sind, wird sich die Situation im Netz zumindest regional merklich entspannen.

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Laut Energieagentur Dena wären bis zu 3500 Kilometer Stromleitungen zusätzlich nötig. Wer soll die finanzieren?

Letztlich wird der Stromkunde über höhere Netzentgelte zur Kasse gebeten. Wie viel es tatsächlich kosten wird, hängt von der Länge der neuen Leitungen und der genutzten Technik ab. Dies klärt sich im Sommer im Zusammenhang mit dem Netzentwicklungsplan. Er soll die Stromleitungen identifizieren, die für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien nötig sind. Mit ersten Baumaßnahmen ist nicht vor 2014 oder 2015 zu rechnen. Derzeit sind Projekte im Bau, die 2009, also vor dem Reaktorunfall in Fukushima, beschlossen wurden.

Reicht der Netzausbau, um die Energiewende erfolgreich zu bewältigen?

Mit Sicherheit nicht. Wir brauchen auch leistungsfähige Speicher, um Strom aus Wind- und Solaranlagen rund um die Uhr verfügbar zu machen. Wir können nicht einfach überschüssigen Ökostrom nach Skandinavien oder in die Alpenländer schicken, damit er dort in Pumpspeicherkraftwerken geparkt wird, bis wir ihn wieder abrufen. Dafür fehlen Leitungen und Wasserspeicher.

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