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Carl Icahn Apple-Großaktionär macht Rückzieher

Seit Monaten tobt ein Streit zwischen US-Investor Carl Icahn und der Apple-Führung um die prall gefüllte Firmenkasse. Icahn verlangt, dass Apple von den Milliarden herausrückt. Zuletzt wurde sein Ton jedoch versöhnlicher.

Großaktionär Carl Icahn ist bekannt dafür, Unruhe in Unternehmen zu stiften, um daraus einen persönlichen Vorteil zu ziehen. Quelle: REUTERS

Der Showdown zwischen Apple-Chef Tim Cook und Großaktionär Carl Icahn auf der anstehenden Hauptversammlung ist abgeblasen. Icahn ließ am Montag seine Forderung fallen, Apple solle den laufenden Aktienrückkauf auf 50 Milliarden Dollar (36,7 Mrd Euro) in diesem Geschäftsjahr aufstocken. Zuvor hatte er Gegenwind von einer einflussreichen Aktionärsberatung bekommen.

Apple habe seinen Aktienrückkauf zuletzt ohnehin beschleunigt, begründete Icahn in einem offenen Brief an die anderen Anteilseigner den Rückzieher. Am Ende dürfte Apple mindestens 32 Milliarden Dollar ausgeben, was nah an die eigene Forderung herankäme. „Wir unterstützen das.“

Icahn ist bekannt dafür, Unruhe in Unternehmen zu stiften, um daraus einen persönlichen Vorteil zu ziehen. Bei Apple hatte er sich auch eingekauft, weil er es auf die prall gefüllte Firmenkasse abgesehen hat. Zum Jahreswechsel lagen darin 158,8 Milliarden Dollar aus iPhone-, iPad- und Mac-Verkäufen.

Ein Aktienrückkauf sorgt üblicherweise dafür, dass der Kurs steigt. Denn je weniger Aktien im Umlauf sind, desto höher ist der Anteil, der auf den einzelnen Aktionär entfällt. Icahn als einer der größten Anteilseigner würde davon in besonderem Maße profitieren. Er hält nach mehreren Zukäufen ein knappes Prozent an dem Konzern.

Apple hatte alleine in den vergangenen zwei Wochen nach eigenen Angaben Aktien im Wert von 14 Milliarden Dollar erworben. Denn der Kurs war eingeknickt, nachdem die Verkäufe zu Weihnachten schwächer ausgefallen waren als von Analysten erwartet. Mit zuletzt 527 Dollar kostet das Papier ein Viertel weniger als zum Allzeithoch im September 2012.

Icahn wollte auf der Hauptversammlung am 28. Februar über seinen Rückkauf-Vorschlag abstimmen lassen. Am Sonntag hatte jedoch die Aktionärsberatung ISS den anderen Anteilseignern dazu geraten, Icahns Ansinnen abzulehnen. An der Empfehlung von ISS orientieren sich beispielsweise viele Pensionsfonds.

Icahns Antrag würde zu stark in das Management des Unternehmens eingreifen, hatte ISS seine Ablehnung begründet. Der Verwaltungsrat des Unternehmens habe zudem bereits die Dividende und den Aktienrückkauf aufgestockt.

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Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Apple eigene Anteilsscheine über 23 Milliarden Dollar erworben. Insgesamt will der Konzern bis 2015 rund 100 Milliarden Dollar an die Anteilseigner ausschütten - neben dem laufenden Aktienrückkauf auch über Dividenden.

Icahn drängt zwar das Management zu einer höheren Ausschüttung, gleichzeitig lobt der Milliardär jedoch immer wieder die Strategie. Vor allem in kommende Produkte setzt Icahn große Hoffnungen in Erwartung eines Kurszuwachses. So wird seit langem über eine Computeruhr und einen Fernseher von Apple spekuliert „Wir sind total begeistert, was die Zukunft von Apple angeht“, schrieb Icahn.

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