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Carsten Kengeter "Fusion mit LSE wird Frankfurt nützen"

Der Chef der Deutschen Börse, Carsten Kengeter, lässt sich vom Gegenangebot des US-Rivalen Intercontinental Exchange für die Londoner Börse nicht beirren. Zugleich bemühte er sich, Bedenken zu zerstreuen.

Der seit Sommer 2015 amtierende Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter Quelle: dpa

Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter lässt sich von einem möglichen Gegenangebot des US-Rivalen Intercontinental Exchange (ICE) für die Londoner Börse nicht beirren. Die Deutsche Börse habe die Ankündigung der ICE zur Kenntnis genommen, sagte Kengeter der „Börsen-Zeitung“ (Mittwoch): „Unsere Gespräche zum Zusammenschluss mit der LSE führen wir weiter fort.“

Die gescheiterten Fusionspläne der Deutsche Börse AG

Kengeter bemühte sich, Bedenken zu zerstreuen, der Finanzplatz Frankfurt werde bei dem angestrebten Zusammenschlusses mit der London Stock Exchange (LSE) der Verlierer sein. „Die Fusion, so wie wir sie andenken, wird Frankfurt nützen und nicht schaden. Ich verstehe natürlich die Ängste, aber ich bin sicher, dass wir die Skeptiker mit unseren Vorstellungen der neuen Börse überzeugen können.“

Der Investmentbanker, der die Deutsche Börse seit Juni 2015 führt, betonte: „Klar ist: Es geht nicht um einen Ausverkauf. Dafür stehe ich auch sehr persönlich.“ In dem neuen Unternehmen würden sich „die jeweiligen Stärken der Unternehmen und der beiden Finanzplätze widerspiegeln“. Konkreter dürfe er angesichts des derzeitigen Standes der Verhandlungen nicht werden.

Die neue europäische Super-Börse soll ihren rechtlichen Sitz in London haben und von Kengeter als Gesellschaft nach britischem Recht geführt werden. Bis spätestens 22. März müssen die beiden Partner ein bindendes Angebot zur Fusion veröffentlichen.

Die Abstimmung über einen Verbleib Großbritanniens in der EU („Brexit“) sei kein Hindernis für die Fusion. „Für die Kunden und Aktionäre ist das kombinierte Unternehmen schlagkräftig und stark, unabhängig davon, wie das Referendum ausgeht“, sagte Kengeter.



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