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Chartsignal Anleger sollten Euro Stoxx meiden

Wie tief europäische Aktien noch fallen können und wann der Euro Stoxx wieder Entwarnung gibt.

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Zwei Börsianer beobachten Aktienkurse. Quelle: dpa

Der europäische Aktienmarkt ist ein Trauerspiel. Mit einem Stand von knapp 2300 Punkten notiert der wichtigste Aktienindex der Euro-Zone, der Euro Stoxx 50, nicht einmal mehr halb so hoch wie im Jahr 2000 – dem Jahr nach der Einführung des Euro als Buchgeld an den Börsen (1999). Das große Bild des Euro Stoxx zeigt drei zentrale Schwächen: Erstens erreicht der Index seit gut einem Jahrzehnt bei seinen mittelfristigen Aufschwüngen seine vorangegangenen Hochspitzen nicht mehr und bildet damit einen großen Abwärtsbogen (siehe Nummer 1 in der Grafik links, zur Vergrößerung anklicken).

Zweitens bricht der Euro Stoxx seit zwölf Jahren einen langfristigen Trend nach dem anderen (2, 3, 4). Zudem hat er 2010 bis 2011 unter dem dritten langfristigen Trend auch noch eine Abwärtsformation (Double Top) gebildet (5). Die jüngste Erholung bis 2500 Punkte prallte genau an der Bodenlinie dieser Formation ab und bestätigte damit die akute Schwäche. Durch den Kursrückgang dieses Jahres hat sich nun ein neuer Abwärtstrend (6) gebildet, dessen Ursprung ins Jahr 2007 reicht.

Bogen um den Euro Stoxx

Die große Abwärtsdynamik innerhalb dieses Trends (die Baisse 2008/09 und der Rückschlag seit 2011) spricht dafür, dass der Euro Stoxx mindestens noch einmal sein jüngstes Tief bei 2000 Punkten erreichen dürfte oder
sogar die langjährige Unterstützung bei 1800 Punkten (7). Spätestens dann sollte wieder eine Aufwärtsbewegung einsetzen. An der großen europäischen Schwäche ändert das aber nichts. Erst wenn der Euro Stoxx über die Bodenlinie der Abwärtsformation und über seinen mittelfristigen Abwärtstrend bei etwa 2500 Punkten käme (8), wäre die akute Gefahr gebannt. Ein Anstieg über 3000 hinaus (9) würde sogar das große Bild aufhellen.

Dafür aber sind die Chancen derzeit minimal. Anleger sollten vorerst um den Euro Stoxx als Gesamtmarkt einen Bogen machen.

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