China Peking will Yuan-Spekulationen begrenzen

Um stärker gegen Währungsspekulationen vorzugehen, prüft die chinesische Zentralbank die Einführung einer Strafsteuer für Spekulanten, die auf kurzfristige Gewinne setzen.

China will stärker gegen Währungsspekulationen vorgehen. Quelle: dpa

Trotz der geplanten Öffnung des Kapitalmarkts will China künftig stärker gegen Währungsspekulationen vorgehen. Die Behörden prüften zurzeit die Einführung einer Steuer, die auf kurzfristige Gewinne setzende Währungsspekulanten bestrafe, schrieb der Vizegouverneur der chinesischen Zentralbank, Yi Gang, in einem Beitrag für das Magazin der Notenbank. Zugleich sollen grenzüberschreitende Kapitalbewegungen besser überwacht und ein Früh-Warn-System eingeführt werden.

"Langfristig sollten die Behörden für das Devisenmanagement der Vermeidung von Risiken immer die oberste Priorität geben", schrieb Yi. Zugleich wolle die Regierung in Peking aber die Kapitalmärkte weiter öffnen und die Konvertibilität der Landeswährung Yuan vorantreiben.

Die fünf großen Gefahren für Chinas Wirtschaftswachstum

Nach der überraschenden Abwertung des Yuan Mitte August sind die Behörden bereits eingeschritten, um Kapitalabflüsse und Währungsspekulationen einzuschränken. So beauftragte die People's Bank of China Banken, Reserven für den Kauf von Devisenderivaten zu bilden. Parallel dazu stemmte sich die Regierung mit aller Kraft gegen den Kurssturz am chinesischen Aktienmarkt.

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Die Zentralbank der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft nach den USA hatte im August die Kriterien für den Wechselkurs geändert und damit eine Talfahrt des Yuan eingeleitet. Dies hatte die Börsen rund um den Globus in Aufruhr versetzt und die Sorgen über einen Währungskrieg geschürt.

Durch den Kursverfall des Yuan werden Exporte nach China teurer, chinesische Waren auf dem Weltmarkt aber billiger. So könnte der Exportweltmeister im Kampf um Marktanteile punkten und seiner lahmenden Konjunktur neuen Schwung geben. Die frühere Konjunkturlokomotive China kämpft mit deutlich abgeschwächten Wachstumsraten.

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