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Coronahilfen Anleger reißen sich um neue EU-Anleihen

Die Social Bonds der EU-Staaten gelten als krisensicher und dennoch vergleichsweise hoch verzinst. Vor allem Papiere einer Laufzeit waren gefragt.

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Mit den Einnahmen der „Social Bonds“ finanziert die EU den Corona-Wiederaufbaufonds. Quelle: dpa

Auch die zweite Platzierung von Anleihen der Europäischen Union zur Finanzierung der Corona-Hilfen stößt auf riesiges Interesse bei Investoren. Die Gebote für die Papiere mit fünfjähriger Laufzeit summierten sich am Dienstag auf mehr als 85 Milliarden Euro. Das ist mehr als das Zehnfache des angebotenen Volumens von acht Milliarden Euro.

Ähnlich stark fiel die Nachfrage nach 30-jährigen Anleihen aus, die sechs Milliarden in die Kasse spülen sollen: Hier summierte sich die Nachfrage auf mehr als 55 Milliarden Euro.

Die „Social Bonds“ gelten ähnlich wie die deutsche Bundesanleihen als krisensicher, werfen für Investoren aber eine höhere Rendite ab, was das enorme Interesse der Anleger erklärt. Mit den Einnahmen wird das sogenannte Sure-Programm der EU finanziert: Es soll in der Corona-Pandemie Jobs retten und Massenarbeitslosigkeit verhindern. Auf diesen Wiederaufbaufonds hatten sich die EU-Staaten bei ihrem Krisengipfel im Juli geeinigt.

Um das dafür notwendige Geld aufzubringen, sollen insgesamt 100 Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufgenommen werden. Als Absicherung sollen Garantien von EU-Staaten dienen.

Die Brüsseler Behörde kann angesichts der höchsten Bonitätsnote „AAA“ günstig an frisches Geld kommen und dieses dann zu guten Konditionen an Mitgliedstaaten weiterleiten, die ein schlechteres Rating besitzen und deshalb höhere Zinsen zahlen müssen.

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