Dax aktuell Chinas Pläne lassen Anleger hoffen

Nach der Rede des chinesischen Präsidenten Xi liegen die asiatischen Märkte im Plus. Auch für den Dax dürfte es nach oben gehen.

Dax, Kurse, Aktien, Börse, Frankfurt Quelle: dpa

FrankfurtChinas jüngste Pläne in der Handelspolitik haben am Dienstag die japanischen Börsen beflügelt und lassen auch Dax-Anleger vorbörslich hoffen. Präsident Xi Jinping versprach zur Erleichterung der Märkte eine Senkung von Importzöllen unter anderem auf Autos sowie den Schutz geistigen Eigentums ausländischer Firmen.

US-Präsident Donald Trump hatte noch am Sonntag erklärt, dass er mit Zugeständnissen der Volksrepublik rechne. Der Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt hatte den Aktienhandel zuletzt belastet. Nun stieg der 225 Werte umfassende Nikkei-Index in Tokio um 1,1 Prozent auf 21.913 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,9 Prozent auf 1740 Zähler. Das deutsche Leitindex wird vorbörslich bei 12.375 Punkten gehandelt, mehr als 100 Punkte mehr als zum Handelsschluss am Montag.

Gefragt waren in Asien vor allem die Titel japanischer Autohersteller: Toyota und Nissan verteuerten sich um jeweils etwa zwei Prozent, Mazda um ein Prozent. Dollar und Euro legten nach Xis Rede jeweils rund 0,4 Prozent zu: Die US-Devise wurde zu 107,25 Yen gehandelt, die europäische Gemeinschaftswährung zu 132,04 Yen.

Der Kurs des Euro hat am Dienstag im frühen Handel die kräftigen Gewinne vom Vortag weitgehend gehalten. Am Morgen wurde die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,2315 Dollar gehandelt und damit nur leicht unter dem Niveau vom Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,2304 Dollar festgesetzt.

Am Vortag hatte der Euro um circa einen halben Cent zugelegt und war über 1,23 Dollar gestiegen. Der Fokus der Anleger liegt zurzeit auf dem Handelskonflikt sowie auf mögliche Reaktionen der US-Notenbank Fed. Denn es könnte einerseits die Inflation in Folge der Zölle steigen und andererseits das Wirtschaftswachstum belastet werden.

Auf der Konjunkturseite stehen am Dienstag nicht allzu viele Daten an, unter anderem werden die Erzeugerpreise aus den USA erwartet. Bei den Unternehmen dürfte Bayer im Fokus stehen. Das US-Justizministerium will einem Medienbericht zufolge die geplante Mega-Übernahme von Monsanto durchwinken. Mit Spannung erwarten die Anleger zudem den Auftritt von Facebook-Chef Mark Zuckerberg vor dem zuständigen Ausschuss des Repräsentantenhauses. Die Anhörungen sollen dazu dienen, mehr Licht in die Rolle Facebooks in dem Datenskandal zu bringen. Laut schriftlicher Aussage entschuldigte sich Zuckerberg für die Datenaffäre.

Die Wall Street hatte sich am Montag leicht erholt. Nach dem zweiprozentigen Kursrutsch vom Freitag sorgten einige Schnäppchenjäger für steigende Kurse. Außerdem setzten einige Anleger auf eine gütliche Einigung im Handelsstreit der USA mit China.

Im späten Geschäft gaben die New Yorker Börsen einen Teil ihrer Gewinne allerdings wieder ab. Marktteilnehmer verwiesen auf einem Bericht in der „New York Times“, wonach die US-Bundespolizei FBI das Büro des Rechtsanwalts von Trump, Michael Cohen, durchsucht haben soll. Der Dow Jones schloss 0,2 Prozent höher auf 23.979 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 2613 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,5 Prozent auf 6950 Punkte.

Die großen Gewinner des Wochenbeginns waren Merck & Co und Monsanto. Ein Medienbericht, demzufolge das US-Justizministerium die Übernahme des Agrochemiekonzerns durch Bayer genehmigen dürfte, ließ Monsanto-Aktien um 6,19 Prozent nach oben schnellen. Monsanto schlossen auf dem höchsten Stand seit mehr als drei Jahren.

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