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Dax aktuell Dax dürfte wieder Boden gutmachen

Dass China und die USA Gespräche aufgenommen haben, beruhigt die Anleger. Spannend bleibt es indes bei der Deutschen Bank: Sie sucht wohl nach einem neuen Chef.

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Die Furcht vor einem weltweiten Handelskrieg rückt etwas in den Hintergrund. Quelle: dpa

Frankfurt Nach den Kursverlusten der vergangenen Tage wittern Schnäppchenjäger Chancen an der Börse. Der Dax wird nach Berechnungen von Banken und Brokerhäusern am Dienstag deutlich höher in den Handel starten. Im vorbörslichen Handel liegt er bei 11.960 Punkten und somit 1,65 Prozent im Plus. Am Montag hatte er 0,8 Prozent auf 11.787 Punkte verloren.

Die Furcht vor einem weltweiten Handelskrieg rückte etwas in den Hintergrund, nachdem China und die USA wieder Gespräche aufgenommen hatten. Die Ankündigung der USA, Zölle auf chinesische Produkte zu erheben, und entsprechende Gegenmaßnahmen aus China hatten die Börsen in den vergangenen Tagen weltweit auf Talfahrt geschickt.

Börsianer dürften auch einen Blick werfen auf die Deutsche Bank. Das krisengeplagte Institut sucht laut „Times“ einen Ersatz für Konzernchef John Cryan. Wegen der anhaltend schlechten Geschäfte bei Deutschlands größtem Geldhaus gebe es eine Auseinandersetzung zwischen dem 57-jährigen Briten und Aufsichtsratschef Paul Achleitner. Am Montag hatten die Aktien der Deutschen Bank erneut ein Prozent an Wert eingebüßt. Seit Finanzchef James von Moltke vor einem schwachen ersten Quartal bei Deutschlands größtem Kreditinstitut gewarnt hat, stehen sie unter Druck. Die Papiere der seit Freitag gelisteten Tochter DWS gaben am Montag über zwei Prozent auf 32,35 Euro nach, womit sie unter den Ausgabekurs von 32,50 Euro abtauchten.

Konjunktur- und Unternehmensdaten sind in der Karwoche ansonsten rar. Das Verbrauchervertrauen in den USA für März könnte aber Hinweise auf die Zinspolitik in der weltgrößten Volkswirtschaft liefern.

An der Wall Street hatten die US-Indizes nach Börsenschluss in Europa deutlich zugelegt. Der Dow Jones beendete den Handelstag 2,8 Prozent höher bei 24.202 Punkten, während der Nasdaq 3,3 Prozent gewann. Der S&P500 stieg um 2,7 Prozent. In Washington kündigte die für die Datenaffäre zuständige Bundesbehörde FTC am Montag eine Untersuchung des Skandals um die britische Firma Cambridge Analytica an. Die Aktien des weltgrößten Internet-Netzwerks brachen daraufhin um 6,5 Prozent auf 149,02 Dollar ein. Das ist der niedrigste Stand seit Anfang Juli 2017. Die Marktkapitalisierung von Facebook ist damit in den vergangenen zehn Handelstagen um über 100 Milliarden Dollar geschrumpft.

In Tokio zog der Nikkei-Index am Dienstag um 2,3 Prozent auf 21.243 Zähler an. Der chinesische Shanghai Composite stieg um 1,1 Prozent auf 3169 Punkte.

Am heutigen Dienstag legt der schwedische Modehändler H&M Zahlen vor. Am Mittwoch öffnen die Online-Kleinanzeigenbörse Scout24, der Hafenbetreiber HHLA und der Finanzkonzern Wüstenrot und Württembergische ihre Bücher.

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