Dax aktuell Dax trotzt dem Kriegsszenario

US-Präsident Donald Trump kündigt einen Raketenangriff an - doch der Dax hält sich vor dem Börsenstart wacker. Auch der Goldpreis steigt nicht mehr.

Dax, Kurse, Aktien, Börse, Frankfurt Quelle: dpa

FrankfurtUS-Präsident Donald Trump hat mit seiner Ankündigung eines Raketenangriffs auch die Aktienmärkte weltweit verunsichert. „Ich glaube zwar nicht, dass wir vor dem Dritten Weltkrieg stehen", sagte der Finanzmarktanalyst Hidenori Suezawa von der Anlagefirma SMBC Nikko Securities mit Blick auf den internationalen Konflikt über Syrien. „Aber sollte es zum ersten Mal eine direkte Konfrontation zwischen den USA und Russland geben, wäre das die Art von Schlagzeile, die die Aktienmärkte zum Absturz bringen würde.“

Angesichts eines solchen Szenarios hält sich der deutsche Aktienmarkt bislang noch wacker, Zwar verlor der Dax am gestrigen Handelstag 0,8 Prozent auf 12.293 Punkte – vor dem Börsenstart geht der Kursrutsch aber nicht weiter. Vorbörslichen Indikatoren zufolge notiert die Frankfurter Benchmark mit 12.292 Zählern auf dem Niveau des Vortagesschlusses.

Auch von einer Gold-Rally ist am heutigen Vormittag wenig zu sehen, der Preis des Edelmetalls verliert in den frühen Handelsstunden sogar 0,3 Prozent auf 1348 US-Dollar je Feinunze. Am gestrigen Mittwoch griffen verunsicherte Anleger noch zum Gold, das um zwei Prozent auf 1365,23 Dollar je Feinunze stieg.

Die Vorgaben aus Übersee sind schwach: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,9 Prozent auf 24.189 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,55 Prozent auf 2642 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit minus 0,36 Prozent bei 7069 Stellen aus dem Handel.

In Tokio verlor der 225 Werte umfassende Nikkei-Index am Donnerstag 0,2 Prozent auf 21.655 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index büßte 0,3 Prozent auf 1719 Zähler ein.

Wie aus den Fed-Protokollen der Zinssitzung hervorgeht, sind alle US-Währungshüter zuversichtlich, dass die Preise in den kommenden Monaten anziehen werden. Die US-Notenbank hatte ihren Schlüsselzins zur Versorgung der Banken mit Geld auf die aktuell gültige Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent angehoben und zwei weitere Schritte nach oben im laufenden Jahr signalisiert.

Am Markt sei spekuliert worden, „dass die Fed angesichts der Marktturbulenzen wegen der geopolitischen Unsicherheiten eine Pause oder eine Verlangsamung bei den Zinserhöhungen erwägen könnte“, begründete John Carey vom Vermögensverwalter Amundi Pioneer Asset Management in Boston.

Die Termine heute: Einen Tag nach der US-Notenbank veröffentlicht heute die Europäische Zentralbank das Protokoll ihrer Sitzung von Anfang März. Investoren werden dabei vor allem nach Hinweisen über die Zukunft ihrer milliardenschweren Anleihekäufe suchen. Die Nettokäufe von monatlich 30 Milliarden Euro sind derzeit bis September 2018 terminiert. Viele Experten gehen davon aus, dass die Notenbank sie zum Jahresende vollständig auslaufen lässt.

Auf Unternehmensseite lädt Puma heute zur Hauptversammlung. Es sind bewegte Zeiten bei dem Sportkonzern. In wenigen Wochen wird Mehrheitsaktionär Kering das Gros seiner Anteile unter den eigenen Investoren als Dividende verteilen. Dann steht die Marke erstmals seit vielen Jahren wieder auf eigenen Beinen. Vorstandschef Björn Gulden wird den Anteilseignern am Konzernsitz in Herzogenaurach daher erläutern, wie es nun weitergehen soll.

Und die KfW-Bankengruppe zieht Bilanz. Ihre Förderbilanz hat die staatliche Förderbank KfW bereits im Februar vorgelegt. An diesem Donnerstag folgen nun die Geschäftszahlen.

Der Europäische Gerichtshof legt an diesem Donnerstag sein Gutachten zu Kartellstrafen gegen Infineon und Philips vor. 2016 bestätigte das EU-Gericht Strafen gegen die beiden Unternehmen, die die EU-Kommission wegen der Beteiligung an einem Kartell auf dem Markt für Smartcard-Chips verhängt hatte. Infineon sollte 83 Millionen Euro zahlen, Philips 20 Millionen Euro. Beide Unternehmen haben beim Gerichtshof Rechtsmittel gegen das jeweilige Urteil eingelegt.

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