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Dax-Kurs aktuellDax sinkt im Zuge des Ukraine-Krieges weiter rasant

Der Dax befindet sich wegen des Ukraine-Kriegs und den daraus folgenden Sanktionen weiter im Sinkflug. Ein Ende ist erstmal nicht in Sicht. 07.03.2022 - 09:57 Uhr

Der deutsche Leitindex Dax befindet sich auf Talfahrt.

Foto: imago images

Der Kursrutsch am deutschen Aktienmarkt geht auch am Montag weiter. Der Dax weitete am Morgen seine Verluste aus und stand zuletzt mit 4,63 Prozent im Minus bei 12.488,44 Punkten. (Stand: 9:44 Uhr)

Schon am Freitag war der Kurs aufgrund des russischen Angriffs auf das Atomkraftwerk Saporischschja bereits deutlich eingebrochen. Auch wenn der Brand im größten europäischen Atomkraftwerk in der Ukraine gelöscht und keine erhöhte Strahlenbelastung messbar sei, beschwöre der Vorfall am Markt die Angst vor einer nuklearen Katastrophe, schrieb Jochen Stanzl von CMC Markets. „Je länger dieser Krieg dauert, dürften auch die Tage und Wochen mit Minuszeichen an der Frankfurter Börse noch anhalten.“ Die ukrainische Seite sprach von einem Angriff.

Der MDax der mittelgroßen Werte fiel am Montagmorgen um 5,05 Prozent auf 27.401,74 Punkte – der Index ist mittlerweile auf dem tiefsten Stand seit Ende 2020 angekommen. Auch auf europäischer Bühne setzte sich der Abwärtsdruck fort, der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor zuletzt 4,66 Prozent auf 3390,14 Zähler.



Auf Unternehmensseite im Dax verlieren alle gelisteten Unternehmen deutlich. Mit rund minus zwölf Prozent verliert die Aktie der Deutschen Bank besonders deutlich. Gewinner gibt es am bisherigen Handelstag im Dax keine.


Lesen Sie auch: Krieg, horrende Inflation und plötzlich neue Konjunkturrisiken drücken den Dax immer tiefer. Womöglich steht nun sogar der Ausverkauf an den Weltbörsen bevor.


Seit Tagen werfen Anleger wegen des rasanten Ölpreisanstiegs auch die Papiere der Lufthansa aus den Depots, die Aktien der Fluggesellschaft verloren zuletzt fast acht Prozent. Auch die Autobauer und -zulieferer gaben weiter nach, mit Verlusten bis mehr als fünf Prozent für Porsche und Continental. Die Branche belastet neben den steigenden Preisen auch die Sorgen um mögliche Lieferstopps durch den Krieg in der Ukraine.

Das anstehende Stühlerücken in der Dax-Familie sorgte für Kursbewegung bei Siemens Energy, die, für einige Experten überraschend, zum 21. März vom Dax in den MDax wechseln. Die Papiere kletterten Ende der vergangenen Woche um knapp ein Prozent, liegen nun aber mit rund 2,6 Prozent deutlich im Minus. In der zweiten Börsenliga standen die künftigen Dax-Mitglieder Daimler Truck und Hannover Rück hingegen unter Druck – die Papiere des Lkw-Bauers gaben mehr als sieben Prozent nach, die des Rückversicherers verloren knapp fünf Prozent.

Wichtig sind Index-Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes real nachbilden. Dort muss dann entsprechend umgeschichtet und umgewichtet werden, was Einfluss auf die Aktienkurse haben kann.

Mehr zum Thema: Sparer trauen sich nicht an die Kapitalmärkte. Für die langfristigen Renditeaussichten ist dieses Zaudern ein Desaster. Wie der Anlageeinstieg trotz Dauerkrise gelingt.

dpa
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