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DAX-Radar Kampf um 7000 Punkte – und mehr

Ist die Hausse-Entscheidung nun gefallen? Erst wenn der Dax die 7000er-Marke deutlich hinter sich lässt. Die Chancen dafür stehen gut.

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Ein Prosit! Anleger können auf den Dax anstoßen – er steht bei der psychologisch wichtigen Marke von 7000 Punkten. Quelle: dpa

Geht man nach den allgemeinen Meldungen, kommen schon wieder neue Schockwellen auf die Anleger zu: Riesige Löcher wurden plötzlich in den Bankbilanzen entdeckt; Summen, doppelt so groß wie in den schwersten Stunden des Finanzcrash 2008. Und, was macht die Börse? Sie steigt.

Mehr noch: Ausgerechnet Banken und Finanzwerte aus Europa haben sich in den vergangenen Wochen und Monate deutlich stabilisiert. Weniger die Deutsche Bank, die Commerzbank schon gar nicht. Aber französische Häuser wie die BNP oder – man glaubt das ja kaum – spanische Banken!

Würde man nur nach dem Kursverlauf, dem Chart gehen, dann gäben spanische Banken wie die Santander oder die Bilbao nach klassischer Lesart (Abwärtstrend erfüllt, kleiner Doppelboden) klare Kaufsignale. Der europäische Branchenindex Stoxx 600 Banken steckt mitten in der Bodenbildung und dürfte bald nach oben drehen.

Krisenbarometer signalisieren Entspannung

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    Und die positiven Signale gehen weiter: Ganz wichtig und kaum bemerkt – der amerikanische S&P 100 (also nicht der träge 500er und auch nicht der altmodische Dow) hat ein neues, mittelfristiges Hoch erreicht. Krisenbarometer wie der V-Dax geben deutlich nach, die Umlaufrendite sieht nach zweimaligem Tiefentest um 0,9 Prozent gefährlich nach Wende aus, der Bund-Future ist angebrannt – Anleihen-Investoren, seht euch vor!

    Einerseits neue, schwere Krisenmeldungen (die Angst vor dem Abkippen der Wirtschaft kommt ja noch hinzu) – andererseits ungewöhnlich stabile Aktienmärkte. Diesen Befund muss man sich deutlich vor Augen halten. Denn normalerweise sind solche Konstellationen nichts anderes als die Endphase einer Bodenbildung vor Beginn einer längeren Hausse – jedenfalls, wenn es nach Börsenregeln geht, die sich in Jahrzehnten bewährt haben.

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    Ist vielleicht diesmal alles anders und sind das doch nur die letzten Zuckungen vor dem finalen Zusammenbruch? Nun, dass Strategen wie Marc Faber, die sich mit finalen Szenarien gut auskennen, derzeit Aktien kaufen, spricht kaum dafür. Und dass die Kaufsignale so geballt auftreten wie geschildert, ja auch nicht.

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    Dass Dax, Euro Stoxx und die anderen großen Indizes an entscheidenden Marken angekommen und hier schon leicht durchgedrungen sind, offenbart die ganze Brisanz. Es geht jetzt nicht nur darum, ob die Märkte ein oder zwei Wochen steigen und dann wieder fallen. Es geht um den großen Trend, der im Frühjahr 2009 als erste Hausse-Phase nach dem Finanzkrisencrash begann und der womöglich jetzt seine zweite Phase startet.

    Börse



    7000 Punkte im Dax sind eine zähe Widerstandszone. Es ist gut möglich, dass der Dax hier mehrmals schwankt, sogar bis 7150 vordringt, um dann noch einmal unter 7000 zu rutschen. Solange er bei diesen nervösen Schwankungen nicht unter 6500 abgleitet (was im Augenblick unwahrscheinlich ist), bleibt das positive Szenario erhalten. Ab 7200 wäre das langfristige Kaufsignal komplett.

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