Dax-Trend Cocktail für die Aufwärts-Börse

Das laufende Jahr hat dem Aktienindex Dax bereits ein dickes Plus beschert. Der Wahlausgang dürfte die Börsenhausse nicht bremsen. Bis nächstes Jahr sind 9000 Punkte im Dax möglich.

Kleine Börsenchronik - Dax auf Rekordjagd
Dax-Höchststand Quelle: dpa
Foto vom roten Platz in Moskow Quelle: AP
Foto der US-Notenbank Quelle: dapd
Foto von Verona Pooth Quelle: dpa/dpaweb
Foto des Anschlages auf das World-Trade-Center am 11. September 2001 Quelle: REUTERS
Foto des Irakkrieges Quelle: dpa
Schriftzug IKB Quelle: dpa

Wer dieser Tage Nachrichten komplett ausblenden und nur auf die Kurve des Dax schauen würde, käme nie auf den Gedanken, dass gerade um die Regierung des wirtschaftlich wichtigsten Landes Europas gepokert wird. Anleger sind, das legen die geringen Kursschwankungen nahe, der Meinung, dass sich am Börsenumfeld durch das Wahlergebnis und die derzeit mühsame Regierungsbildung nichts ändert. Und das heißt für Börsianer, dass die Grundrichtung der Kurse weiter nach oben zeigt. Immerhin, seit Januar hat der Dax 16 Prozent gewonnen. Das Wahljahr 2013 war bisher ein gutes Börsenjahr.

Doch das politische Umfeld könnte sich eintrüben. Dass die FDP als klassische Partei des Wirtschaftsliberalismus nicht mehr im Bundestag vertreten ist, tut der Börse auf Dauer nicht gut. Bisher jedenfalls erlebten die Aktienmärkte ihre besten Zeiten immer dann, wenn eine marktwirtschaftlich-liberale Grundstimmung vorherrschte wie in den Achtziger- und Neunzigerjahren und davor in den Fünfzigern; in Deutschland unter schwarz-gelber Regierung. Und wenn die Union als erste politische Maßnahme wirklich Steuererhöhungen ins Gespräch bringen würde, wäre das bezeichnend für eine neue Richtung: Egal, ob die Regierung mit der SPD oder den Grünen gebildet wird, wirtschaftspolitisch dürfte sie, wie in unserer aktuellen Titelgeschichte dargelegt, ein Stück nach links driften.

So weit nach links, dass sie sogar den Aufwärtstrend an den Börsen gefährdet? Eher nicht, die große Koalition war auch nicht schlecht für die Börsen. Wie sich eine Beteiligung der Linken an einer Bundesregierung auswirken würde, wäre abzuwarten. Wenn die in einem solchen Fall bei ihrem dogmatischen Kurs gegen Europa und Marktwirtschaft bliebe, ginge das sicher nicht spurlos an den Kursen vorüber.

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Entscheidend für Aktienanleger ist, dass die wirtschaftliche Erholung nicht abgewürgt wird. Und da sieht es bisher nicht schlecht aus. Der weitere Anstieg des ifo-Konjunkturindex signalisiert Optimismus der Unternehmen, die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen nach einem verhaltenen Wachstum 2013 dann im nächsten Jahr mit einer Beschleunigung auf plus 1,7 Prozent.

Für den Aktienmarkt wäre dieses Szenario geradezu ideal: nicht zu wenig Wachstum, dass man hinter der nächsten Ecke schon wieder die Rezession befürchten müsste; und nicht zu viel, damit die Notenbanken weiter ihre extrem lockere Geldpolitik fahren können und die Zinsen niedrig bleiben.

Moderates Wirtschaftswachstum mit Aussicht auf etwas mehr plus eine reichliche Geldversorgung – das ist der Cocktail für die laufende Börsenhausse. An der Geldversorgung kann auch eine neue Regierung nichts drehen – wie auch immer sie aussieht. Solange sich an diesem Umfeld nichts ändert, dürften die Kurse steigen.

Spätestens nächstes Jahr kann der Dax dann bei 9000 Punkten stehen.

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