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Dax-Umfrage „Stimmungslage ist typisch für den Beginn einer Rally“

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Noch viele ungelöste Probleme

Der Börsenexperte weist aber auch auf eine ganze Reihe ungelöster Probleme hin: Die Entwicklung im Bereich des autonomen Fahrens ist aufgrund eines Zwischenfalls erst einmal gestoppt. Facebook-CEO Mark Zuckerberg hat außer Entschuldigungen bislang noch nicht glaubhaft belegt, künftig persönliche Daten besser zu schützen und Amazon ist nun ins Visier des US-Präsidenten Donald Trump gerückt. „Damit gleicht der gesamte Technologiesektor derzeit eher einem Minenfeld und wird von Anlegern bis auf Weiteres gemieden“, meint Heibel.

Zudem schwelen die Auseinandersetzungen um Importzölle zwischen den USA und China sowie um das Giftgas-Attentat Skripal zwischen Europa und Russland. Beide Krisen hätten das Potenzial, sich geopolitisch auszuwachsen. Es sei also jederzeit möglich, dass ein falsches Wort aus der Politik an den Finanzmärkten zu einem weiteren Ausverkauf führen könnte.

„Doch häufig ist es an den Aktienmärkten so, dass bereits die Kenntnis des Krisenherdes ausreicht, um für eine Bodenbildung zu sorgen“, erläutert Heibel. „Zumindest die positive Entwicklung im Dax-Sentiment lässt mich optimistisch auf diese Handelswoche blicken“.

Laut der aktuellen Umfrageergebnisse ist die Panik der Vorwoche aufgrund der Gegenbewegung im Dax zum Wochenschluss erst einmal verflogen. Dennoch bleibt die Stimmung extrem schlecht. Noch immer sehen 35 Prozent der Umfrageteilnehmer (minus 30 Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche) in der aktuellen Bewegung des deutschen Börsenbarometers einen Abwärtsimpuls.

Fast jeder Vierte (24 Prozent, plus zehn Prozentpunkte) betrachtet die aktuelle Bewegung immerhin als Bodenbildung. Eine Seitwärtsbewegung will jeder Dritte (plus 17 Prozentpunkte) erkennen. Mit einem Wert von minus 2,9 befindet sich die aktuelle Stimmung aber noch immer im untersten Viertel der Skala.

Auch die absolute Verunsicherung der Vorwoche ist kaum zurückgegangen. Nur noch 23 Prozent (minus 21 Prozentpunkte) sehen ihre Erwartungen überhaupt nicht erfüllt und weitere 36 Prozent (plus zehn Prozentpunkte) sehen ihre Erwartungen kaum erfüllt.

Auf der anderen Seite haben 35 Prozent (plus 14 Prozentpunkte) mit der Dax-Seitwärtsbewegung zum größten Teil gerechnet, 6 Prozent (minus vier Prozentpunkte) wollen sogar darauf spekuliert haben. Mit einem Wert von minus 5,9 müssen wir weiterhin von großer Verunsicherung unter den Anlegern sprechen.

Zu Heibels Überraschung ist die Zuversicht sprunghaft angestiegen: 30 Prozent (plus sieben Prozentpunkte) der Umfrageteilnehmer erwarten in drei Monaten steigende Kurse. Nur noch 22 Prozent (minus drei Prozentpunkte) fürchten eine anhaltende Abwärtsbewegung und weitere neun Prozent (minus sechs Prozentpunkte) erwarten einen Boden erst in drei Monaten. Unverändert geht jeder Dritte von einer anhaltenden Seitwärtsbewegung aus. Mit einem Wert von plus 1,3 überwiegt wieder Optimismus, eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Bodenbildung.

26 Prozent der Anleger (plus zwei Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche) wollen in den kommenden zwei Wochen Aktien zukaufen, nur noch 14 Prozent (minus fünf Prozentpunkte) wollen jetzt noch verkaufen. 60 Prozent (plus drei Prozentpunkte) wollen vorerst abwarten. „Die Investitionsbereitschaft ist aufgrund des großen Übergewichts der Kaufwilligen deutlich angesprungen, ebenfalls eine wichtige Voraussetzung für eine Bodenbildung“, meint der Sentiment-Experte.

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