Deutsche Börse Dax klettert wieder über 10.000 Punkte

Nach der Stabilisierung der chinesischen Börse und den Gewinnen an der Wall Street hat der Dax wieder zugelegt. Der Blick richtet sich im Tagesverlauf auf die Konjunkturdaten aus den USA.

Dax Quelle: dpa

Die Sorgen um einen Konjunktureinbruch in China sind unter den Dax -Anlegern am Donnerstag etwas abgeebbt. Der deutsche Leitindex legte um 2,7 Prozent auf 10.262 Zähler zu. Für eine bessere Stimmung sorgte die Stabilisierung der chinesischen Börse. Der Leitindex der Börse Shanghai gewann 5,4 Prozent, der Index der 300 wichtigsten Werte an den Börsen Shanghai und Shenzhen stieg um knapp sechs Prozent. In den vorangegangenen fünf Handelstagen hatten die Indizes angesichts wachsender Sorgen um die Lage der chinesischen Wirtschaft mehr als 20 Prozent eingebüßt.

Größter Dax-Gewinner waren Fresenius mit einem Plus von fünf Prozent. Der Gesundheitskonzern bekräftigte seine Ziele für das laufende Jahr und kündigte - auch wegen positiver Währungseffekte - einen Anstieg der Dividende "um deutlich mehr als 20 Prozent" an. ThyssenKrupp legten nach positiven Analystenkommentaren ebenfalls zu und gewannen 3,8 Prozent. JP Morgan hat die Titel mit "Overweight" in die Bewertung aufgenommen. Barclays setzte die Aktien hoch auf "Equal Weight" von "Underweight".

In den USA hatten unerwartet gute Konjunkturdaten und Schnäppchenjäger die Börse am Mittwoch nach oben getrieben. Der Dow-Jones-Index gewann vier Prozent, der S&P-500 3,9 Prozent und der Nasdaq-Composite legte 4,2 Prozent zu. Für die Wall Street war es der größte Tagesgewinn seit rund vier Jahren. Der Dax war dagegen 1,3 Prozent schwächer bei 9997,43 Punkten aus dem Handel gegangen.

Nach der Aufholjagd an der Wall Street hat auch die Börse in Tokio am Donnerstagvormittag weiter kräftig zugelegt. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte notierte zur Handelsmitte einen Aufschlag von 347,48 Punkten oder 1,89 Prozent beim Zwischenstand von 18.724,31 Punkten. Der breit gefasste Topix verbesserte sich bis dahin um 38,52 Punkte oder 2,60 Prozent auf 1517,49 Zähler.

Der Fokus dürfte sich im Tagesverlauf vor allem auf die zahlreichen Konjunkturdaten aus den USA richten. Unter anderem stehen die Daten zum Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe an. Anleger erhoffen sich von den Daten Hinweise auf den Zeitpunkt der US-Zinswende. Derzeit gehen viele Investoren wegen der Turbulenzen in China davon aus, dass die Notenbank nicht schon im September aktiv wird.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%