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Deutsche Börse Deutsche Börse und London Stock Exchange planen Mega-Fusion

Die Deutsche Börse versucht seit Jahren vergeblich, mit einem großen Partner zu fusionieren. Das soll sich nun ändern. Wie Insider berichten, verhandelt der Konzern über eine Fusion mit der London Stock Exchange.

Deutsche Börse Quelle: dpa

Die Deutsche Börse und die London Stock Exchange (LSE) arbeiten mit Hochdruck an der Struktur der geplanten Mega-Börse. Der fusionierte Konzern soll von einer Holdinggesellschaft geführt werden, in der es einen operativ tätigen Vorstand ("executive board") und eine Art Aufsichtsrat ("non-executive board") gibt, wie eine mit dem Prozess vertraute Person am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters sagte.

Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter soll die operative Führung übernehmen, wie Reuters bereits am Dienstag berichtete. Der Aufsichtsrat solle von einem LSE-Manager geleitet werden, Favorit sei LSE-Chairman Donald Brydon.

Deutschlands größter Börsenbetreiber und die LSE hatten am Dienstag erklärt, über einen "Zusammenschluss unter Gleichen" zu verhandeln. Zusammen wären sie rund 25 Milliarden Euro wert. Nach einer Fusion sollen beide Unternehmen und ihre Hauptquartiere erhalten bleiben. In welcher Stadt die darüber liegende Holding beheimatet ist, sei noch nicht entschieden, sagte die mit dem Vorgang vertraute Person. Die besten Aussichten hätten London und Amsterdam.

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Beide Unternehmen müssen in relativ kurzer Zeit viele Details der Verschmelzung klären. Sie wollten ihre Fusionspläne eigentlich erst später publik machen. Nach einer Exklusivmeldung von Reuters am Dienstag waren sie jedoch gezwungen, schon früher an die Öffentlichkeit zu gehen. Nach britischem Übernahmerecht muss die Deutsche Börse nun bis 22. März erklären, ob sie der LSE ein formelles Fusionsangebot unterbreiten will.

Damit sei innerhalb der kommenden zehn Tage noch nicht zu rechnen, sagte der Insider. Beide Unternehmen könnten in absehbarere Zeit jedoch weitere Details über den geplanten Zusammenschluss kommunizieren.

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