
Frankfurt Die Deutsche Börse bekommt die Beruhigung im Aktienhandel nach dem Brexit-Referendum zu spüren. Der Umsatz an den Kassamärkten sei im abgelaufenen Jahr um 16 Prozent auf 1,38 Billionen Euro gefallen, teilte Deutschlands größter Börsenbetreiber am Montag mit. 2015 hatte der Konzern noch von extrem hohen Ausschlägen an den Märkten profitiert - unter anderem wegen Sorgen vor einem schwächeren Wachstum in China und dem VW -Abgasskandal. Im abgelaufenen Jahr ging es dagegen - trotz politischer Großereignisse wie dem Brexit und der US-Wahl - vergleichsweise ruhig zu.
Besonders nach dem Brexit-Referendum im Juni hielten sich viele Investoren im Handel zurück. Anleger, insbesondere aus den USA, hätten nach dem Votum für ein Ausscheiden Großbritanniens aus der EU Kapital aus Europa abgezogen, erklärte die Deutsche Börse Ende Oktober. Das Unternehmen bemüht sich aktuell um eine Fusion mit der London Stock Exchange (LSE). Ob es dafür grünes Licht von den Aufsichtsbehörden bekommt, steht allerdings in den Sternen.