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Deutsche Börse US-Tochter ISE geht für eine Milliarde Euro an Nasdaq

Den Verkauf ihrer US-Tochter International Securities Exchange (ISE) hat die Deutsche Börse nun eingetütet: Für eine Milliarde Dollar gehört sie zukünftig zum amerikanischen Konkurrenten Nasdaq.

Die Deutsche Börse hat ihre Tochter ISE verkauft. Quelle: dpa

Der Verkauf der Deutsche-Börse-Tochter International Securities Exchange (ISE) an den amerikanischen Konkurrenten Nasdaq ist in trockenen Tüchern. Die Veräußerung der US-Optionsbörse für 1,1 Milliarden Dollar (rund eine Milliarde Euro) sei am Donnerstag abgeschlossen worden, teilte Deutschlands größter Börsenbetreiber mit. "Alle notwendigen regulatorischen Zustimmungen sind in den vergangenen Monaten erteilt worden."

Die Deutsche Börse hatte die ISE 2007 für knapp drei Milliarden Dollar übernommen, doch die damit verbundenen Hoffnungen erfüllten sich nie. Viele Banken handelten nach dem Ausbruch der Finanzkrise weniger, und die ISE verlor kontinuierlich Marktanteile.

Zudem bekam der Konzern keine Erlaubnis, Optionen auf wichtige US-Indizes aufzulegen. Die Hessen mussten den Buchwert der ISE mehrmals nach unten korrigieren. Schon 2014 signalisierte der ehemalige Deutsche-Börse-Chef Reto Francioni Verkaufsbereitschaft. Sein Nachfolger Carsten Kengeter zog die Veräußerung nun durch.

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