Deutscher Aktienmarkt Dax schießt auf Rekordhoch

Das Dax-Logo Quelle: REUTERS

Gleich zum Handelsstart ist der Dax so hoch gestiegen wie nie zuvor: Mit 13.596 Punkten erreichte der Index den höchsten Stand seiner knapp 30-jährigen Geschichte.

Die Euphorie an den weltweiten Börsen geht weiter: Am Dienstag erreichte nun auch der Dax gleich zum Handelsauftakt einen Rekord. In der Spitze ging es für den deutschen Leitindex bis auf 13.596 Punkte empor. Höher stand der Index in seiner bisher knapp 30-jährigen Geschichte noch nie. Zuletzt belief sich das Plus bei 13.586,91 Punkten auf 0,92 Prozent.

Auslöser ist einmal mehr die weiter sehr gute Stimmung am US-Aktienmarkt, wo es am Vortag dank einiger milliardenschwerer Übernahmen und des beendeten Zwangsstillstands der US-Regierung ebenfalls neue Rekorde gegeben hatte. Experten sehen für den Dax nun in nächster Zeit Kursgewinne auf bis zu 14.000 Punkte voraus.

Der MDax erreichte am Dienstagfrüh ebenfalls eine weitere Bestmarke. Zuletzt rückte der Index der mittelgroßen Werte um 0,09 Prozent auf 27.436,76 Punkte vor. Der TecDax kletterte auf das höchste Niveau seit Februar 2001 und notierte zuletzt 0,62 Prozent fester auf 2722,64 Punkten. Auch dem Nebenwerteindex SDax gelang ein weiterer Rekord.

Gestützt hatte den Dax zum Wochenauftakt zunächst die Politik: CDU/CSU und SPD hatten Koalitionsverhandlungen beschlossen, damit ist die Bildung einer Regierung hierzulande wahrscheinlicher geworden. Zudem setzen die Investoren auf eine erfolgreich verlaufende Berichtssaison der Konzerne zum abgelaufenen Jahr. Eine noch immer sehr lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) gibt dem Aktienmarkt zusätzlich Auftrieb.

Es sei positiv, dass die politische Hängepartie in Berlin nun ein Ende finden dürfte, sagte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. „Der Euro ist zwar weiterhin stark, aber die Angst vor neuen sprunghaften Anstiegen ist nach der verbalen Intervention der EZB-Spitze in der vergangenen Woche kleiner geworden“, so der Experte.

Was für Anleger dieses Jahr gefährlich werden könnte
Die US-Notenbank Federal Reserve in Washington. Quelle: AP
Rote Beleuchtung von Sperrpollern an der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main (Hessen). Quelle: dpa
Eine Frau wirft in Köln (Nordrhein-Westfalen) ihren Wahlzettel in eine Urne. Quelle: dpa
Israelische Soldaten feuern in Bethelehem (Palästinensische Autonomiegebiete) mit Tränengas-Granaten auf palästinensische Demonstranten. Quelle: dpa
Ein Broker auf dem New Yorker Börsenparkett. Quelle: REUTERS
Ein Schild in der schweizerischen Stadt Zug. Quelle: dpa

Unter den stärksten Dax-Werten legten Lufthansa um rund 2 Prozent zu. Damit machten sie ihren Verlust vom Vortag, als sie der schwächste Wert in dem Leitbarometer waren, wieder komplett weg. Als Treiber erwiesen sich am Dienstag gute Geschäftszahlen des Rivalen Easyjet. An der Dax-Spitze fanden sich Adidas mit einem Aufschlag von 2,24 Prozent.

Schlusslicht im Dax waren die Anteile von Vonovia mit minus 0,44 Prozent. Sie litten unter einer negativen Studie der Credit Suisse, die sie von „Neutral“ auf „Underperform“ abgestuft hatte. Bereits am Vortag waren die Aktien des Immobilienkonzerns Vonovia unter den schwächsten Werten im Dax. Zuvor hatten sie allerdings einen Teil ihrer im Januar angefallenen Kursverluste wieder aufgeholt.

Im MDax sackten die Papiere der Gea Group als schwächster Wert um 2 Prozent ab. Die Schwäche der Milchverarbeitungsindustrie macht dem Anlagenbauer weiter zu schaffen. Zudem drückt der in den vergangenen Monaten deutlich aufgewertete Euro auf den Umsatz. Das laufende Jahr stuft Gea als anspruchsvoll ein. Die Anteile des Schmierstoffherstellers Fuchs Petrolub erholten sich mit plus 1,89 Prozent von ihrem Vortagesminus.

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