Devisen Bolivar nimmt Kurs auf Rekordtief

Venezuelas Währung steuert auf ein Rekordtief zu: Auf dem Schwarzmarkt kostete ein Dollar 4.200 Bolivar. Der freie Fall der Landeswährung scheint unaufhaltbar.

Venezuela rutscht tiefer in die Krise: Die Landeswährung verliert immer mehr an Wert. Quelle: Reuters

FrankfurtDie Staatskrise in Venezuela setzt der Währung des Landes immer stärker zu. Auf dem Schwarzmarkt verteuerte sich ein Dollar am Freitag auf gut 4.200 Bolivar und lag nur noch etwa 300 Bolivar unter dem Rekordhoch. Offiziell müssen für die US-Währung nur knapp zehn Bolivar gezahlt werden.

Zwischen Anhängern und Gegnern der Regierung von Staatspräsident Nicolas Maduro toben seit Tagen heftige Auseinandersetzungen. Ein Grund hierfür ist die – inzwischen zurückgenommene – Entscheidung des Obersten Gerichts, dem von der Opposition dominierten Parlament Machtbefugnisse zu entziehen. Es herrscht Lebensmittel-Knappheit und die Inflation liegt bei 800 Prozent.

Vor diesem Hintergrund drohte der argentinische Präsident Mauricio Macri Venezuela mit dem permanenten Ausschluss aus der südamerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur, sollte die Regierung in Caracas ihren Kurs nicht ändern. Im Dezember war die Mitgliedschaft des Landes bereits auf Eis gelegt worden. Argentinien führt Mercosur derzeit.

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