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Devisen Euro auf 11-Monats-Tief

Die Devisen-Händler sind noch immer nicht überzeugt von der Krisenpolitik in Europa. Das drückt den Euro auf einen neuen Tiefstand. Eine geplante Emission italienischer Anleihen bringt weitere Unsicherheit in den Markt.

Der Euro steht weiterhin unter Druck. Quelle: ap

FrankfurtAus Unzufriedenheit über das Management der europäischen Schuldenkrise haben sich am Mittwoch weitere Anleger aus dem Euro zurückgezogen. Die Gemeinschaftswährung rutschte auf ein neues Elf-Monats-Tief von 1,3005 Dollar, nachdem sie am Vortag bereits knapp zwei US-Cent verloren hatte. „Die Glaubwürdigkeit der europäischen Reaktion steht sehr in Frage“, betonte Kit Juckes, Chef-Devisenanalyst der Societe Generale.

Einen weiteren Rückschlag könnte die geplante, drei Milliarden Euro schwere Emission fünfjähriger italienischer Anleihen auslösen, betonte Commerzbank-Analystin Carolin Hecht. Sie rechne mit Renditen um die sieben Prozent. Am Morgen lagen diejenigen der bereits ausgegeben Papiere bei 6,9 Prozent. „Wenig kann im Moment darüber hinwegtäuschen, dass die Unterseite in Euro/Dollar die schwache ist“, fügte Hecht hinzu. „Und so dürfte das grundsätzliche Muster auch heute bestehen bleiben: Auf Erholungsausschläge nach oben kann schnell wieder die Fahrstuhlfahrt nach unten folgen.“

Angesichts der anhaltenden Verunsicherung über den Ausgang der Schuldenkrise griffen Anleger erneut bei als sicher geltenden Bundesanleihen zu. Der Bund-Future stieg um 38 Ticks auf 136,99 Punkte. Der Bund wollte am Vormittag zweijährige Papiere im Volumen von fünf Milliarden Euro platzieren. Börsianer rechneten hier mit anhaltend niedrigen Renditen und einer starken Nachfrage.

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