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Devisen Konflikt um Bergkarabach drückt türkische Lira auf Rekordtief

Die türkische Währung fällt im Vergleich zum Dollar auf ein neues Rekordtief. Seit Jahresanfang hat die Lira mehr als ein Fünftel ihres Wertes eingebüßt.

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Die Lira verliert weiter an Wert. Quelle: AP

Der Bergkarabach-Konflikt beendet die Verschnaufpause für die türkische Lira. Die Währung fiel am Montag auf ein Rekordtief, ein Dollar kostete 1,8 Prozent mehr und mit 7,7979 Lira so viel wie nie zuvor. „Es besteht die Sorge, dass die Türkei in einen weiteren regionalen Konflikt hineingezogen wird“, sagte Timothy Ash, Experte bei der Vermögensverwaltung BlueBay.

Armenien und Aserbaidschan streiten derzeit um die Region Bergkarabach. Beide Seiten beschossen sich nach Angaben ihrer Verteidigungsministerien auch in der Nacht zu Montag mit schwerem Artilleriefeuer. Die Türkei grenzt an Armenien an, ist aber traditionell mit Aserbaidschan verbündet. Die russische Nachrichtenagentur Interfax zitierte am Montag den armenischen Botschafter in Russland mit den Worten, die Türkei habe rund 4000 Kämpfer aus Nordsyrien nach Aserbaidschan geschickt.

Vergangenen Donnerstag hatte eine überraschende Zinserhöhung der türkischen Notenbank der Lira eine Verschnaufpause gebracht. Die Lira gehört zu den sich am schlechtesten entwickelnden Währungen weltweit. Investoren befürchten, dass dem Land die Devisenreserven ausgehen. In weniger als drei Jahren hat die Lira etwa die Hälfte an Wert verloren. 

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