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Devisen Schwedische Krone mit schlechtestem Jahresauftakt seit 1993

Die schwächelnde Konjunktur in Schweden lässt die Landeswährung fallen. Mitte Februar will die schwedische Notenbank ihren geldpolitischen Kurs verkünden.

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Die Währung des nordeuropäischen Landes leidet derzeit unter der schwächelnden Konjunktur. Quelle: dpa

Stockholm Der schlechteste Jahresauftakt der schwedischen Krone seit 1993 ist vielleicht nur der Anfang. Der Einbruch könnte noch weitergehen, da die eingehenden Daten auf ein sich verschlechterndes Konjunkturklima in dem skandinavischen Land hindeuten, sagt Nordea Bank Abp.

Die Krone verlor im vergangenen Monat 2,1% gegenüber dem Euro, die schlechteste Januar-Performance in 26 Jahren. Hintergrund waren die Wetten der Anleger darauf, dass eine Zinserhöhung durch die Riksbank nicht unmittelbar bevorsteht.

Die Aussichten für Skandinaviens größte Volkswirtschaft haben sich verschlechtert, nachdem Daten wie eine Umfrage zur Konjunkturentwicklung und der Einzelhandelsumsatz überraschend schwach ausgefallen waren. Das wirft Zweifel an den Prognosen aus einer Bloomberg-Umfrage auf, dass die Krone ihre Pendants schlagen und bis Jahresende über 4 Prozent zulegen wird.

„Der Markt könnte kurzfristig etwas von der Straffung der Riksbank auspreisen angesichts eines offenbar sehr schwachen ersten Quartals, was die Krone möglicherweise belasten könnte“, sagte Anders Eklof. Der Stratege bei Swedbank AB hat seine Wachstumsschätzung für 2019 für Schweden in dieser Woche gesenkt. „Es gibt keinen offensichtlichen Grund, die Krone derzeit zu kaufen.“

Die jüngste Delle in den Daten führte dazu, dass der Index wirtschaftlicher Überraschungen für Schweden laut Nordea ein Niveau erreicht hat, das seit März 2018 nicht mehr verzeichnet wurde. Ein Modell, das auf der Korrelation der Messgröße mit der Krone – einer beliebten Finanzierungswährung – basiert, deutet darauf hin, dass die Devise vor einer möglichen Erholungsphase bis auf 10,54 pro Euro sinken könnte, sagt Martin Enlund, ein Stratege in der Bank. Die Krone notierte am Freitagmorgen bei 10,36 je Euro wenig verändert zum Vortag.

Der kurzfristige Ausblick der Krone könnte laut Swedbank von der nächsten geldpolitischen Ankündigung der Riksbank am 14. Februar abhängen.

„Wenn die Riksbank kommuniziert, dass sie trotz der Risiken für den Ausblick noch eine Zinserhöhung in der zweiten Jahreshälfte plant, würde das für die Krone eine breite Spanne von 10,15 bis 10,40“ bedeuten, sagt Stratege Anders Eklof. „Wenn sie ihren Zinspfad senken, dann wird die Währung“ niedriger notieren, fügt er an.

Der Rückgang der Krone in diesem Monat steht im Gegensatz zum saisonalen Muster von Kursgewinnen im Januar. Dies mag zum Teil darauf zurückzuführen sein, dass die jüngsten Verluste eine Umkehr der Bewegung von 1,0 Prozent am 31. Dezember waren, was für die normalerweise umsatzschwache Phase am Jahresende ungewöhnlich ist.

Zwar ist die Währung am Kassamarkt gesunken, jedoch ist die Volatilität der Optionen zurückgegangen – diese Divergenz könnte kurzfristig eine Korrektur erfahren, sagt Karl Steiner, Stratege bei SEB AB. Die implizite Volatilität der einmonatigen Euro-Krone-Optionen ist im vergangenen Monat um 114 Basispunkte auf 5,53 Prozent gesunken und damit fast auf den niedrigsten Stand seit März 2018 gefallen.

„Die derzeitigen Volatilitätsniveaus sind so niedrig, dass die Chance besteht, dass wir einen Ausbruch nach oben erleben werden“, sagt er.

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