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Devisen Türkische Lira erreicht höchsten Stand seit drei Monaten

Der Energieminister spekuliert darüber, dass die Türkei von US-Sanktionen gegen iranische Öl-Exporte ausgenommen wird. Das treibt die Lira an.

IstanbulSpekulationen von Anlegern, dass die Türkei von US-Sanktionen gegen iranische Öl-Exporte ausgenommen wird, haben die Landeswährung am Freitag auf den höchsten Stand seit rund drei Monaten getrieben. Ein Dollar verbilligte sich im Gegenzug um ein Prozent auf 5,46 Lira. Auch an der Aktienbörse waren Investoren in Kauflaune. Der türkische Leitindex zog rund ein Prozent an.

Ausgelöst wurden die Spekulationen durch Aussagen des türkischen Energieministers Fatih Donmez, dass er gehört habe, dass die Türkei von neuen US-Sanktionen ausgenommen sei und weiterhin iranisches Öl kaufen dürfe. Eine schriftliche Mitteilung habe die Türkei aber noch nicht bekommen. „Die Aussagen des Energieministers haben die Erwartungen geschürt, dass die Türkei eines der acht Länder ist, für die die Ausnahmen gelten“, sagte ein Börsianer.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, erlauben die USA acht Staaten - darunter Indien, Japan und Südkorea - nach Inkrafttreten von US-Sanktionen am Wochenende, weiterhin iranisches Öl zu kaufen. Die Liste der Staaten, für die derartige Ausnahmen gelten, solle am Montag veröffentlicht werden. Die Türkei ist einer der größten Importeure von iranischem Öl. Das Land ist auf Rohstoffe aus anderen Ländern angewiesen, um den eigenen Energiebedarf – vor allem vor dem bevorstehenden Winter – zu decken.

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