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Dividenden 2013 Wo Anleger dieses Jahr überall Kasse machen

Aktionäre dürfen sich freuen, denn deutsche Konzerne dürften dieses Jahr Rekordsummen ausschütten. Dennoch sollten Anleger dem Dividendenregen nicht blind vor Freude gegenüber stehen.

Die börsennotierten Konzerne legen sich auf eine Dividende für ihre Aktionäre fest. Diese sollten sich freuen dürfen, denn deutsche Konzerne dürften dieses Jahr Rekordsummen ausschütten. Quelle: REUTERS

Die meisten Dax-Konzerne können ihren anstehenden Hauptversammlungen entspannt entgegen blicken. Denn zumindest was die Dividenden angeht, dürften die meisten Aktionäre auf den Treffen der Anteilseigner kein Grund zur Klage haben. Schließlich wollen deutsche Konzerne für das Geschäftsjahr 2012 eine Rekordsumme ausschütten.

Schätzungen der Commerzbank ergeben, dass allein die 30 Dax-Konzerne insgesamt 28,3 Milliarden Euro an Dividenden ausschütten wollen. Das wäre neuer Rekord. Selbst im erfolgreichen Vorkrisenjahr 2007 wanderten "nur" 28,1 Milliarden Euro in die Taschen der Anleger. Auch Prognosen der von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Analysten sehen ähnlich hohe Ausschüttungen.

Was die Dax-Konzerne für das Geschäftsjahr 2012 ausschütten wollen

Grund sind vor allem die hohen Kassenbestände, die die Unternehmen im Laufe der letzten Monate angesammelt haben. Die anhaltenden Sorgen um die Konjunktur, vor allem in der Euro-Zone, ließ die Konzerne auf Investitionen verzichten. Dennoch liefen die Geschäfte nicht schlecht, immer mehr Geld kam in die Kassen. Viele Unternehmen nehmen das zum Anlass, die Dividenden zu erhöhen. Eine Alternative wären Aktienrückkäufe. Auch davon würden Anleger profitieren, denn die dadurch sinkende Zahl an Aktien lässt in der Regel die Kurse steigen. Sollten Anleger also schnell einsteigen und Aktien kaufen, um noch etwas vom großen Ausschüttungs-Kuchen abzubekommen?

Prinzipiell sind solche kurzfristigen Käufe möglich, da die Dividende grundsätzlich an jeden gezahlt wird, der am Tag der Hauptversammlung im Besitz der jeweiligen Aktie war. Am nächsten Tag landet das Geld auf dem Konto des Anlegers. Das klingt zwar verlockend, dennoch sollten Anleger nicht allzu kurzfristig investieren. Denn der Markt preist die angekündigte Ausschüttung normalerweise mit ein. Das heißt, vor der Hauptversammlung steigen die Kurse und die Papiere werden entsprechend teuer. Gleichzeitig gehen die Kurse nach der Dividendenzahlung in der Regel in den Keller. Der Anleger kann zwar die Ausschüttung einstreichen, muss aber zumindest kurzfristig mit Kursverlusten rechnen. Wer hohe Preise vermeiden will, kauft einfach ein paar Wochen vorher.

Nicht von den absoluten Zahlen blenden lassen

Wer sein Depot anhand der Dividende besetzen will, sollte sich von nackten Zahlen nicht blenden lassen. Denn was zählt ist die Dividendenrendite und nicht die absolute Zahlung. Die Rendite beschreibt das Verhältnis von Ausschüttung und dem jeweiligen Aktienkurs, sie gibt also die Verzinsung des eingesetzten Kapitals an. Sinkt der Kurs oder steigt die Ausschüttung, kassieren Anleger eine höhere Rendite. Ein aktuelles Beispiel: Absolut betrachtet ist die angekündigte Dividende von Stromriese E.On mit 1,10 Euro nicht außergewöhnlich hoch. Der Rückversicherer Munich Re will satte sieben Euro pro Aktie zahlen. Allerdings dreht sich das Bild, wenn die Dividendenrendite ins Spiel kommt. Während E.On-Aktionäre eine Dividendenrendite von satten 8,3 Prozent einstreichen können, sind es beim Rückversicherer 5,2 Prozent.

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