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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Dow Jones stürzt um 500 Punkte ab – Disney-Aktie verliert deutlich

US-Märkte in Aufruhr: Die kurzfristige Kauflaune der Anleger ist schon wieder vorbei. Und US-Präsident Trump setzt die Notenbank erneut unter Druck.

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Ein Wertpapierhändler auf dem Parkett der Wall Street. Quelle: dpa

New York Nach der Kurserholung am Dienstag ist es mit der Kauffreude an der Wall Street schon wieder vorbei: Am Mittwoch stürzte der Index Dow Jones Industrial kurz nach Handelsbeginn um bis zu 500 Punkte auf 25.488 Punkte ab, ein Minus von gut zwei Prozent. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 1,4 Prozent auf 2840 Zähler, der Technologieindex Nasdaq Composite gab 1,2 Prozent auf 7736 Punkte nach.

Tags zuvor hatte der Dow Jones noch über ein Prozent fester geschlossen und so zumindest einen Teil des fast fünfeinhalbprozentigen Kursrutsches wieder gut gemacht, den der eskalierte amerikanisch-chinesische Handelsstreit ausgelöst hatte.

Es sei angesichts der Ereignisse der vergangenen Woche noch zu früh, die jüngste Stabilisierung mit irgendeiner Art von Optimismus in Verbindung zu bringen, schrieb Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. Sie könnte sich vielmehr als nur kurze Pause vor weiteren Kursverlusten erweisen.

Die überraschend deutlichen Zinssenkungen der Notenbanken von Indien, Neuseeland und Thailand könnten immerhin eine weitere Erholung stützen, da die Anleger nach immer mehr geldpolitischen Stimuli gierten, glaubt Erlam. Zudem habe China mit Blick auf die mögliche Ausweitung des Handelskriegs zu einem Währungskrieg erst einmal nur einen Warnschuss abgefeuert.

Doch der US-Präsident setzt die US-Notenbank nach den Entscheidungen in Übersee wieder unter Druck. „Sie (die Fed) muss die Zinsen stärker und schneller senken und ihre absurde quantitative Straffung JETZT stoppen“, sagte Trump in einer Reihe von Tweets, in der er die US-Notenbank auch als inkompetent bezeichnete. Dabei hat die Federal Reserve ihre quantitative Straffung, also das Abschmelzen der Bilanz, bereits am 1. August gestoppt.

Von den Unternehmen kamen am Mittwoch keine positiven Impulse. Dass Walt Disney die Erwartungen für das vergangene Geschäftsquartal trotz des Erfolgsfilms „Avengers: Endgame“ klar verfehlte, ließ die Aktien des Unterhaltungsriesen um mehr als sechs Prozent absacken. Als Belastung erweisen sich vor allem Sonderkosten durch die Integration zugekaufter Geschäfte von 21st Century Fox und hohe Investitionen in den Auf- und Ausbau von Streaming-Diensten.

Für die Anteilsscheine des Flugzeugbauers Boeing ging es um 1,2 Prozent nach unten. Kurz nach Handelsbeginn spricht Unternehmenschef Dennis Muilenberg auf einer Analystenkonferenz. Der amerikanische Airbus-Konkurrent kämpft immer noch mit den Folgen zweier Flugzeugabstürze mit hunderten von Todesopfern. Auch weil die Baureihe 737 Max nach dem zweiten Unglück mit Flugverboten belegt worden war, hatte Boeing vor kurzem einen Rekordverlust für das zweite Quartal berichtet.

Die Twitter-Aktie verliert 0,8 Prozent. Der Kurznachrichtendienst hatte mitgeteilt, dass einige Daten von Nutzern ohne deren Wissen mehr als ein Jahr lang mit Werbekunden des Dienstes geteilt worden sein könnten. Das Online-Netzwerk Facebook war jüngst wegen eines Datenskandals zu einer Rekordstrafe von fünf Milliarden US-Dollar verdonnert worden.

Mehr: Lesen Sie hier, wie der Handelsstreit die Gewichte an den Märkten verschiebt.

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