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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Fed-Chef öffnet Tür für Zinssenkung – Wall Street im Auftrieb

Anleger an der Wall Street setzen auf eine Lockerung der Geldpolitik. Die wichtigsten Indizes starten mit Gewinnen in den Handel am Dienstag.

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Händler an der Wall Street. Quelle: dpa

New York Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung der US-Notenbank Fed geben der Wall Street Auftrieb. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 lagen zuletzt jeweils mehr als ein Prozent im Plus. „Eine Lockerung der Geldpolitik könnte den Abwärtstrend der Börsen durchbrechen, sagte Volkswirt Florian Hense von der Berenberg Bank.

Auslöser des Kursanstiegs waren Aussagen führender Notenbanker. So kündigte Fed-Chef Jerome Powell eine angemessene Reaktion auf Auswirkungen des Zollstreits an und öffnete die Tür für eine Zinssenkung.

Die Fed beobachte die Entwicklungen rund um die Handelsstreitigkeiten genau, sagte er am Dienstag auf einer Notenbank-Konferenz in Chicago. „Wir wissen nicht wie oder wann diese Angelegenheiten gelöst werden“, fügte er hinzu. Wie immer werde die Fed „angemessen reagieren“, um den Aufschwung zu stützen.

Zugleich ließ die kurze Erklärung des Fed-Präsidenten aufhorchen, da er bislang gebräuchliche Schlüsselwörter für den Zinskurs wegließ. So hatten die Währungshüter sich zuletzt auf die Formulierung festgelegt, dass sie es bei den Zinsen „geduldig“ angehen lassen wollen. Zuvor hatte Fed-Bankers James Bullard gesagt, dass eine Zinssenkung bald notwendig sein könnte.

An den Märkten wird mittlerweile fest damit gerechnet, dass die Notenbank spätestens im Dezember, womöglich aber bereits im Sommer die Zinsen senkt. Der Leitzins liegt derzeit in einer Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent. Die US-Währungshüter hatten ihn 2018 wegen der guten Konjunktur mehrfach angehoben und wollten dies eigentlich auch 2019 tun. Angesichts des Handelsstreits und der schwächeren Weltwirtschaft schwenkten sie dann aber um und drückten die Pausetaste.

Darüber hinaus gebe es Hoffnungen, dass der US-Senat die von Präsident Donald Trump angedrohten Strafzölle auf mexikanische Waren verhindern werde, sagte Scott Brown, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Raymond James. Der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard äußerte die Hoffnung, bei den Streit-Themen Einwanderung und Zölle zu einer Einigung zu kommen.

Einzelwerte im Fokus

Navistar: Der Lkw-Bauer gehörte mit einem Kursplus von 6,1 Prozent zu den Favoriten an der Wall Street. Umsatz- und Betriebsgewinn der Volkswagen-Beteiligung lägen über den Markterwartungen, schrieb Analyst Stephen Volkmann von der Investmentbank Jefferies. Navistar hob außerdem seine Ziele für das Gesamtjahr an.

Box: Die Aktien des Cloudspeicher-Anbieters fielen auf ein Zweieinhalb-Jahres-Tief, nachdem das Unternehmen das Gesamtjahresziel gesenkt hatte. Die Aktien des US-Anbieters von Online-Speicherplatz sacken am Dienstag um mehr als 13 Prozent auf 15,53 Dollar ab. Die Papiere des Rivalen Dropbox büßten 4,7 Prozent ein.

Apple: Der Tech-Riese stellte bei seiner Entwicklerkonferenz unter anderem eine Funktion vor, die den Google- und Facebook-Logins bei Apps und Internetseiten Konkurrenz machen soll. Im Unterschied zu den Funktionen der werbefinanzierten Internetkonzerne sollen dabei aber keine Daten des Nutzers weitergegeben werden. Apple setze sich auf diese Weise von seinen Rivalen ab, schrieben die UBS-Experten, die zum „Kauf“ der Aktien raten. Die Aktie lag zuletzt 1,7 Prozent im Plus.

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