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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Fed stützt die US-Börse – Handelsstreit sorgt weiter für Nervosität

Die Hoffnung auf Zinssenkungen hat am Donnerstag die Wall Street gestützt. Wegen des Zollstreits mit China und Mexiko blieben Anleger vorsichtig.

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Sinkende Zinsen lassen Aktienkurse tendenziell steigen. Quelle: Reuters

New York Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg bis zum frühen Nachmittag in New York um 0,3 Prozent auf 25.617 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,2 Prozent auf 2832 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq trat bei 7575 Punkten auf der Stelle.

In Frankfurt schloss der Dax 0,2 Prozent schwächer auf 11.953 Zählern.

Aktienstratege Peter Kenny sprach von einer „Mauer des Zynismus“ angesichts der Handelskonflikte, was sich in der Risikoscheu der Anleger zeige. Erst wenn es substanzielle Verbesserungen in der Politik gebe, könne dieses Muster durchbrochen werden. In New York bremsten auch die gestiegenen Konjunktursorgen der EZB das Aktiengeschäft.

Hoffnung schöpften US-Anleger weiter aus den jüngsten Aussagen des Fed-Chefs Jerome Powell, der sich die Option für Zinssenkungen offenhält. Nervös machte die Investoren aber, dass US-Präsident Donald Trump China mit neuen Strafzöllen drohte. Letztlich darüber entscheiden will er nach eigenem Bekunden wahrscheinlich unmittelbar nach dem G20-Gipfel Ende Juni, so dass die Ungewissheit anhält.

Im Streit mit Mexiko wiederholte Trump seine Drohung, ab Montag Aufschläge von zunächst fünf Prozent auf Importe aus dem südlichen Nachbarland zu verhängen, sollte dessen Regierung nicht stärker gegen Einwanderung in die USA vorgehen.

Einzelwerte im Fokus

Advanced Micro Devices: Zu den größten Gewinnern an der Wall Street gehörten nach einer Heraufstufung die Anteilsscheine des Chip-Entwicklers mit einem Plus von mehr als sieben Prozent.

Tesla: Titel des Autobauers setzten ihren Erholungskurs fort und gewannen 4,8 Prozent. Der Branchen-Webseite Electrek zufolge hat der Elektroauto-Pionier im laufenden Quartal bereits 33.000 Fahrzeuge in Nordamerika ausgeliefert. Im Juni peile das Unternehmen weitere 33.000 Auslieferungen an.

Google : Papiere des Tech-Riesen gaben dagegen 0,5 Prozent nach, nachdem der Internetkonzern die Übernahme des Datenanalyse-Spezialisten Looker für 2,6 Milliarden Dollar in bar angekündigt hatte.

Kirkland's: Mit einem Kurs-Minus von fast 50 Prozent ging es für die Aktie des Einrichtungshauses besonders steil bergab. Das Unternehmen blieb mit seinen Quartalszahlen hinter den Erwartungen zurück.

Mehr: EZB-Präsident Mario Draghi bremst die Erwartungen der Investoren auf eine baldige Zinswende. Lesen Sie, wie er dies beim EZB-Ratstreffen begründete.

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