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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Handelsstreit sorgt erneut für Verluste an US-Börsen – Netflix-Kurs stark unter Druck

Nach anfänglichen Gewinnen drehen die großen US-Indizes angesichts der jüngsten Entwicklungen im Handelskonflikt ins Minus. Die Netflix-Aktie fällt auf den tiefsten Stand seit Jahresbeginn.

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Am Donnerstag haben sich die großen US-Indizes kaum bewegt. Quelle: Reuters

Belastet vom Handelsstreit mit China haben die US-Börsen zum Wochenschluss nachgegeben. Nach einem freundlichen Auftakt drehte die Wall Street im späten Handel ins Minus. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent tiefer auf 26.935 Punkten. Auf Wochensicht verlor der US-Leitindex damit gut ein Prozent. Der technologielastige Nasdaq gab 0,8 Prozent auf 8117 Punkte nach und der breit gefasste S&P 500 büßte 0,5 Prozent auf 2992 Punkte ein. Am Donnerstag hatten sich die US-Börsen kaum bewegt.

Auslöser für die Entwicklung nach unten war eine Mitteilung der Landwirtschaftskammer von Montana, dass Agrar-Vertreter aus China eine geplante Reise in den stark landwirtschaftlich geprägten Bundesstaat kurzfristig abgesagt haben. Die Delegation reise früher als geplant in die Volksrepublik zurück.

Damit wurden Hoffnungen auf eine baldige Einigung im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit gedämpft. Zu schaffen machten den New Yorker Aktienmärkten auch kräftige Kursabschläge bei einigen Hochtechnologiewerten.

Beim Thema Öl bleiben die politischen Spannungen hoch. Die USA und Saudi-Arabien machen den Iran für einen Drohnenangriff auf saudische Ölanlagen am vergangenen Wochenende verantwortlich, weshalb US-Präsident Trump Sanktionen gegen die iranische Zentralbank verhängte. Am Donnerstag hatte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif für den Fall eines Militärschlags der USA und Saudi-Arabiens auf sein Land mit einem „umfassenden Krieg“ gedroht.

Trump verteidigte am Freitag jedoch seinen Kurs militärischer Zurückhaltung. Er könne jederzeit „innerhalb von einer Minute“ einen Militärschlag beispielsweise gegen 15 wichtige Ziele im Iran anordnen, sagte Trump am Freitag im Weißen Haus. Er wolle das aber möglichst vermeiden.

Unterdessen zeigte Saudi Aramco Reportern erstmals die Zerstörungen des Drohnenangriffs, und sagte zugleich, dass die Anlagen noch in diesem Monat wieder instand gesetzt werden soll. Die Ölpreise sind am Freitag gestiegen.

Einzelwerte im Überblick:

Bei den Einzelwerten fielen die Aktien von Xilinx um fast sieben Prozent. Der Chiphersteller erschreckte seine Anleger mit dem Abgang des Finanzchefs.

Dass Netflix laut einem Bericht der „Financial Times“ wegen des zunehmenden Wettbewerbs die Investitionen in Großbritannien erhöhen will, kam indes nicht gut am Markt an. Zudem haben Analysten von Evercore Zweifel am künftigen Abonnenten-Wachstum geäußert: Für die Aktien des Streamingdienstes ging es um über fünfeinhalb Prozent auf 270,75 US-Dollar bergab, was den tiefsten Stand seit Jahresbeginn bedeutete.

Ein möglicher Verkauf beflügelte die Aktien von Fitbit. Die Anteilsscheine des Anbieters von Fitness-Uhren kletterten im späten US-Handel zeitweise um 22 Prozent auf 4,48 Dollar. Damit kam das Unternehmen auf eine Marktkapitalisierung von mehr als 1,1 Milliarden Dollar. Am Ende stand noch ein Kursaufschlag von fast zwölf Prozent. Die Firma erwägt Insidern zufolge, sich zum Verkauf zustellen.

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