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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Hoffnung auf Wirtschaftserholung stützt US-Börsen

Positive Konjunkturnachrichten treiben die Kauflaune der US-Anleger. Der anstehende Präsidentschaftswahlkampf jedoch entfacht Verunsicherung.

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Die wichtigen US-Indizes schließen nach einem erfolgreichen Tag positiv.

Die Aussicht auf eine anhaltende Erholung der Wirtschaft nach dem Corona-Einbruch stimmt Anleger an der Wall Street versöhnlich. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg am Mittwoch 0,2 Prozent auf 27.515 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 ging ebenfalls 0,2 Prozent höher mit 3341 Zählern in den Handel. Der Index der Technologiebörse Nasdaq zeigte sich minimal fester bei 11.093 Punkten.

Die US-Wirtschaft ist im Corona-Frühjahr etwas weniger stark abgestürzt als bislang angenommen. Ökonomen sehen die US-Wirtschaft inzwischen wieder auf Wachstumskurs.

Positive Impulse kamen auch vom US-Arbeitsmarkt. Mit der wirtschaftlichen Erholung von der Corona-Rezession haben US-Firmen im September mehr Stellen geschaffen als im Vorfeld erwartet, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Personaldienstleisters ADP hervorgehrt. Mit Spannung warteten Investoren nun auf den Arbeitsmarktbericht der Regierung am Freitag, in dem neben Jobs in der Privatwirtschaft auch Stellen im öffentlichen Dienst erfasst werden.

Für Unsicherheit sorgte dagegen der chaotische Verlauf der ersten Fernsehdebatte im US-Wahlkampf. "Es wird immer wahrscheinlicher, dass wir in der Wahlnacht keinen eindeutigen Sieger haben werden und einige Wochen lang Streitigkeiten haben könnten", sagte Masahiko Loo, Portfoliomanager bei AllianceBernstein.

Bereits in den vergangenen Wochen nahmen die Marktschwankungen zu, da Anleger immer stärker daran zweifelten, ob US-Präsident Donald Trump im Falle einer Niederlage, den Wahlausgang akzeptieren werde. "Trump legt ganz klar den Grundstein, um die Wahl anzufechten", erklärte John Woolfitt, Handelsdirektor beim Makler Atlantic Capital Markets.

Bei den Einzelwerten kam Micron Technology unter die Räder. Der Chiphersteller teilte mit, er habe noch keine neuen Lizenzen erhalten, die für den Verkauf seiner Speicherchips an den chinesischen Konzern Huawei benötigt würden, was seine Verkäufe in den nächsten zwei Quartalen einschränke. Disney-Aktien gaben bis zu 1,7 Prozent nach, nachdem der US-Unterhaltungskonzern nach milliardenschweren Verlusten wegen geschlossener Vergnügungsparks und abgesagter Kreuzfahrten die Reißleine zieht und 28.000 Jobs streicht.

Mehr: Lagarde öffnet die Tür für ein flexibleres Inflationsziel.

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